Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Astrid Vierthaler (Bild: APA)
ASTRID VIERTHALER
Dritter Kreuzbandriss mit 22 Jahren
Sie ist neben Michaela Kirchgasser eines der größten Salzburger Skitalente: die 22-jährige Filzmooserin Astrid Vierthaler. Doch für sie ist die Olympiasaison schon vor deren Beginn am Ende. Sie hat bereits den dritten Kreuzbandriss ihrer Karriere erlitten.
Letzte Verletzung im April
Die Abfahrerin Vierthaler ist im Weltcup schon fünf Mal unter den Top 20 gelandet. Erst vor einer Woche hat die Filzmooserin nach ihrer letzten Kreuzbandverletzung vom April wieder mit dem Stangenfahren begonnen.

Doch bei einem Sprung beim Super-G-Training passierte das Unglück: Bei der Landung spürte sie einen brennenden Schmerz im Knie. Zunächst habe sie noch geglaubt, dass Verklebungen nach der letzten Operation gelöst haben könnten, sagt Vierthaler.
"Kleine Welt zusammengebrochen"
Als die Schmerzen aber nicht nachließen, "habe ich mir gedacht: Jetzt lasse ich es mir doch anschauen, dass ich sicher sein kann. Und dann sagt mir der Doktor Schenk: Das Kreuzband ist gerissen. Das ist mir eine kleine Welt zusammengebrochen."
Rätseln über Ursache
Astrid Vierthaler wurde gleich operiert. Wie es zu dieser schwerwiegenden Verletzung kommen konnte, bleibt ihr aber weiter ein Rätsel: "Das kann sich niemand erklären. Weil jeder, der mein Knie kennt, hat gesagt: Das war richtig gut."

"Ich werde halt im Sprung die Spannung in den Füßen ein bisschen ausgelassen haben", versucht die Rennläuferin das Geschehene zu rekonstruieren, "Da werde ich aufgeklatscht sein und das wird dem Kreuzband wahrscheinlich den Rest gegeben haben."
Viel Zeit zum Nachdenken im Spital
Jetzt liegt die 22-Jährige in Schruns im Krankenhaus und hat viel Zeit zum Nachdenken: "Die Gedanken schweifen von Aufhören über Weiterfahren bis zu gar nichts mehr denken. Da habe ich jetzt Zeit, dass ich mir überlege, wie das Ganze weitergeht."
Skifahren "ist bis jetzt mein Leben gewesen"
Der Gedanke ans Aufhören fällt der jungen Filzmooserin besonders schwer: "Das ist ja bis jetzt mein Leben gewesen. Einfach so aufzugeben - dieser Typ bin ich nicht. Aber es ist schon einmal ein Ansatz da, dass du über das nachdenkst: Was könntest du sonst tun?"

Bis Freitag oder Samstag wird die junge Abfahrererin im Krankenhaus bleiben müssen, danach geht's nach Hause nach Filzmoos und dann zur Therapie nach Strobl - leider nichts Neues für Astrid Vierthaler.
Ganz Österreich
Salzburg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News