Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Überweisungsstelle in Bank (Bild: APA/BARBARA GINDL)
CHRONIK
Polizei warnt Firmen vor neuem Betrugstrick
Die Polizei warnt Unternehmen vor einem neuen Betrugstrick. Kriminelle versuchen seit Neuestem mit ergaunerten Kontodaten Geld auf ihre eigenen Konten zu überweisen. In Salzburg gibt es bereits einige Geschädigte.
Wie die Betrüger an die Informationen kommen, ist noch unklar.
Betrüger schicken Brief an Hausbank
Die Betrüger sind erst seit Kurzem aktiv. Nicht einmal die Experten der Kripo wissen ganz genau, wie sie vorgehen und von wo aus sie agieren. Doch sicher ist, dass die Kriminellen erfolgreich sind. Sie versuchen, Unternehmen und ihre Banken zu überlisten und fremdes Geld auf das eigene Konto zu bringen.

Über alle möglichen Kanäle sammeln die Betrüger Bankdaten von Firmen - und außerdem Unterschriften, idealerweise die des Geschäftsführers.

Die eingescannte Signatur setzen die Kriminellen dann unter einen Brief an die Hausbank der Firma. Darin steht, die Bank möge einen hohen Geldbetrag auf ein Konto im Ausland überweisen - eben das Konto der Betrüger.
Bereits Geschädigte in Salzburg
Dreimal hat dieser Trick in Salzburg bereits funktioniert. Der Schaden liegt jeweils zwischen 9.000 und 18.000 Euro. In anderen Fällen sind die Bankangestellten stutzig geworden und haben sich bei der Firma erkundigt, ob denn alles seine Richtigkeit habe - dabei flog der Schwindel dann auf.

Die Polizei appelliert deshalb an Banken und Unternehmen, Kontobewegungen genau zu überprüfen. Wie die Kriminellen an die nötigen Daten kommen, ist noch unklar. Möglich ist vieles, vom Diebstahl über das Internet bis hin zu Dokumenten, die bei Einbrüchen erbeutet werden.
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