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MI | 11.04.2012
Antrag auf Mindestsicherung (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Postler hätten Anspruch auf Mindestsicherung
Ein Postangestellter, der nach dem neuen Kollektivvertrag 1.050 Euro netto verdient, hätte laut Renate Szegedi-Staufer, Leiterin des städtischen Sozialamtes, Anspruch auf Mindestsicherung.
In der Stadt Salzburg bekommen 600 Berufstätige die bedarfsorientierte Mindestsicherung.
600 Berufstätige bekommen Mindestsicherung
Allein in der Stadt Salzburg gibt es rund 600 Personen, die Vollzeit berufstätig sind und dennoch Anspruch auf Mindestsicherung haben und diesen auch einlösen. Ihr Gehalt wird aus Sozialbudget aufgestockt, damit sie ihre Lebenserhaltungskosten decken können.

Renate Szegedi-Staufer, Leiterin des Sozialamtes in der Stadt Salzburg, glaubt aber, dass es noch hunderte weitere Berufstätige gibt, die den Weg zum Sozialamt scheuen: "Wir wissen, dass die Dunkelziffer immer noch hoch ist und können nur allen Menschen, die spürbar zu wenig zum Leben haben, raten, sich bei uns zu informieren und einen Antrag auf bedarfsorientierte Mindestsicherung zu stellen."
Postler bekäme einige hundert Euro
Einen Antrag auf Mindestsicherung zu stellen, fällt vielleicht auch deshalb leichter, weil die Mindestsicherung im Unterschied zur früheren Sozialbeihilfe nicht zurückgezahlt werden muss.

Szegedi-Staufer schildert: "Die Mindestsicherung ist nur dann zurückzuzahlen, wenn man in den Genuss einer Erbschaft oder eines Spielgewinnes kommt. Auf gar keinen Fall muss man die Mindestsicherung zurückzahlen, wenn man sich aus eigener Erwerbstätigkeit ein Vermögen angespart hat."

Ein Postler mit zwei Kindern, der 1.050 Euro netto verdient und 600 Euro für die Wohnung bezahlt, hat - je nach Alter der Kinder und Zusatzeinkommen der Frau - Anspruch auf einige hundert Euro Mindestsicherung.
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