Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Sujetbild Kinderporno (Bild: APA)
CHRONIK
Richter wegen Kinderpornos suspendiert
Am Landesgericht Salzburg ist ein Richter vom Dienst suspendiert worden, weil er über längere Zeit kinderpornografisches Material aus dem Web auf seinen privaten Rechner heruntergeladen haben soll.
Kripo hat mutmaßliche Delikte aufgedeckt
Das melden die "Salzburger Nachrichten" ("SN") in ihrer aktuellen Ausgabe von Freitag. Der betreffende Richter war auch mit Jugendstrafen befasst.

Der Fall liege nun beim Oberlandesgericht Linz. Die Anzeige erfolgte demnach nach Ermittlungen der Kriminalpolizei.

Ein halbes Jahr lang soll der 47-Jährige das kinderpornografische Material aus dem Internet bezogen haben. Die Polizei war offenbar bei einer einschlägigen Internetrazzia über die Protokolladresse des Computers auf den Juristen aufmerksam geworden.
Maximal zwei Jahre Haft drohen
Der Jugendrichter wurde mit den Ermittlungsergebnissen konfrontiert und nach einer Befragung vergangene Woche vom Dienst suspendiert. Diese sofortige Konsequenz seien im Interesse des Berufsstandes, heißt es.

Die Ermittlungen in diesem Fall hat die Staatsanwaltschaft Linz übernommen. Die Salzburger Anklagebehörde ist in diesem Fall befangen, alle kennen den Verdächtigen.
Ob es zu einer Anklage kommt, ist noch nicht entschieden.

Für den Besitz von Kinderpornografie sieht das Gesetz maximal zwei Jahre Haft vor. Wenn die tatsächliche Strafe ein Jahr übersteigt, verliert jeder Beamte - eben auch ein Richter - seinen Job.
Ganz Österreich
Salzburg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News