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MI | 11.04.2012
Cornelia Schmidjell, Salzburger Sozial- und Gesundheitslandesrätin. Bild: SPÖ
POLITIK
Cornelia Schmidjell wird Soziallandesrätin
Cornelia Schmidjell, die bisherige Leiterin der sozialpolitischen Abteilung in der Arbeiterkammer, tritt die Nachfolge von Erika Scharer als Gesundheits- und Soziallandesrätin der SPÖ an.
Für Landeshauptfrau Burgstaller war Schmidjell erste Wahl.
Burgstallers Wunschkandidatin
Die Salzburger Sozialdemokraten präsentierten Freitag die Nachfolgerin von Soziallandesrätin Erika Scharer. Die 47-jährige Oberösterreicherin Cornelia Schmidjell, bisher Leiterin der sozialpolitischen Abteilung in der Arbeiterkammer (AK), soll am 6. Juli als neue Gesundheits- und Soziallandesrätin angelobt werden.

Für Landeshauptfrau Gabi Burgstaller war Schmidjell die erste Wahl: "Meine Wunschkandidatin bringt unheimlich viel mit. Ich könnte wahrscheinlich die Menschen an einer Hand abzählen, die alle Themen im Sozial- und Gesundheitsbereich so präsent abdecken, die es im Land Salzburg gibt."
Cornelia Schmidjell und Gabi Burgstaller (Bild: SPÖ)
Schmidjell & Burgstaller
Arbeiterkammer als SPÖ-Kaderschmiede
Burgstaller und Schmidjell haben gemeinsam studiert und kommen auch beide aus der Arbeiterkammer.

"Ich bin wirklich überzeugt davon, dass man in der AK alles mitkriegt, um in der Politik für die Menschen dazusein. Daher stehe ich auch dazu, dass die Arbeiterkammer für uns als Sozialdemokraten eine Kaderschmiede ist", betonte Burgstaller.
Schmidjells Schwerpunkte: Gesundheitsprävention, Ausbau der Pflege und die psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen.
Schmidjell will "soziale Gerechtigkeit"
Die künftige Soziallandesrätin hat Freitagvormittag ihre politische Position beschrieben: "Für mich ist das wichtigste Thema in der politischen Diskussion die soziale Gerechtigkeit. Ich habe mich seit über zwanzig Jahren in der AK für Sozialschwache, für Menschen in sozialen Risiken, für potentiell benachteiligte Gruppen stark gemacht".

Neben Gesundheitsprävention und dem Ausbau der Pflege möchte Schmidjell besonderes Augenmerk auf die psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen legen. "Wer einmal hinausfällt, hat besondere Schwierigkeiten wieder in die Gesellschaft hineinzufinden.

Frühzeitige Unterstützung bei Entwicklungsstörungen und vor allem therapeutische Angebote - von der Logopädie bis hin zur Psychotherapie - sind mir daher ein besonderes Anliegen", erklärte Schmidjell.
AK-Präsident setzt wichtiges Ziel durch
Die Entscheidung für die Politik dürfte Schmidjell nicht leicht gefallen sein - sie war ja eigentlich als künftige Direktorin der AK vorgesehen.

Arbeiterkammer-Präsident Siegfried Pichler hat sich damit bei seinen wichtigsten Zielen durchgesetzt, sowohl was die Ablöse Scharers betrifft als auch die Nachbesetzung durch eine AK- Expertin.

Vorerst gescheitert ist Pichler jedoch mit seinem Wunsch, im Landtagsklub Roland Meisl durch Gewerkschafter Walter Steidl zu ersetzen.

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller will im Landtagsklub keine Änderungen. Roland Meisl bleibt vorerst also Vorsitzender der SPÖ-Landtagsfraktion.
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