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MI | 11.04.2012
Hinweisschild Gewerbegebiet (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Positive Bilanz: Gewerbegebiet Brennhoflehen
Das lang umstrittene Gewerbegebiet Brennhoflehen in Kuchl (Tennengau) sei inzwischen ausgelastet und schaffe Arbeitsplätze und Steuereinnahmen für die gesamte Region, zieht der Kuchler Bürgermeister Andreas Wimmer eine positive Bilanz.
Mit 30 Firmen und knapp 240 Arbeitsplätzen ist das Gewerbegebiet heute "unumstritten und ausgelastet", so Wimmer.
"Brennhoflehen unumstritten und ausgelastet"
Das Kuchler Gewerbegebiet Brennhoflehen hat eine äußerst wechselvolle Entstehungsgeschichte. In den 1980er und frühen 1990er Jahren wollten Gegner die Entstehung eines neuen Industriegebietes verhindern. Heute ist das Gewerbegebiet laut Kuchler Bürgermeister Andreas Wimmer unumstritten und gut ausgelastet.

"Mittlerweile haben wir 30 Firmen hier am Brennhoflehen und die Gemeinde Kuchl erzielt rund 250.000 Euro Kommunalsteuer und 30.000 Euro Grundsteuer dazu, also fast 300.000 Euro", nennt Wimmer einige positive Zahlen.
Andreas Wimmer (Bild: Gemeinde Kuchl) Künftig 300 Arbeitsplätze am Brennhoflehen
Das Gewerbegebiet bescherte der Region auch Arbeitsplätze. Im Moment arbeiten dort an die 240 Menschen. Mit der Ansiedelung einer neuen Firma sollen in nächster Zeit weitere 60 Arbeitsplätze hinzukommen, so Wimmer.

Beinahe schon vergessen scheinen die heftigen Auseinandersetzungen rund um das Brennhoflehen, die bis in die 1980-er Jahre zurückreichen. Während die Einwohnerzahlen im Bezirk zu dieser Zeit stark wuchsen, blieben Arbeitsplätze Mangelware. Immer mehr Tennengauer mussten auspendeln - ein neues Gewerbegebiet sollte der Ausweg sein.
Gewerbegebiet-Erweiterung wird überlegt
Doch das Brennhoflehen war höchst umstritten und wurde zum Politikum. Gegner hätten damals Ängste geschürt, es komme ein neues Industriegebiet, ein zweites Hallein sozusagen, erinnert sich der ehemalige Landeshauptmann Hans Katschthaler (ÖVP) zurück.

"Natürlich war das für mich keine angenehme Situation, wenn eine große Gruppe von Leuten in den Chiemseehof kommt, einen Sarg mitbringt und mir vorwirft, ich sei der Verräter und Totengräber unserer schönen Heimat. Ich würde heute diesen Spruch, den ich damals getan habe 'Geht zurück in eure Dörfer' sicher nicht wiederholen", so Katschthaler.

Die Auseinandersetzungen in der Vergangenheit sind heute beinahe vergessen. Mittlerweile werde schon ernsthaft eine Erweiterung des Gewerbegebietes in Erwägung gezogen, ergänzt der Kuchler Bürgermeister Andreas Wimmer.
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