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MI | 11.04.2012
Erika Scharer (Bild: SPÖ)
POLITIK
SPÖ-Landesrätin Scharer geht Ende Juni
Salzburgs Sozial- und Gesundheitslandesrätin Erika Scharer (SPÖ) tritt Anfang Juli zurück. Das wurde bei einem Pressegespräch mitgeteilt. Ganz zurückziehen will sich Scharer aber nicht. Sie bleibt Bezirkschefin der Pinzgauer SPÖ.
Schmidjell dürfte Nachfolgerin werden
"Heute ist es offiziell, ich habe meine Entscheidung getroffen", so eröffnete Erika Scharer am Donnerstagvormittag das Pressegespräch zu ihrem für Anfang Juli geplanten Rücktritt.

Wer nach Scharer kommt, das will Salzburgs SPÖ- Vorsitzende und Regierungschefin Gabi Burgstaller noch immer nicht mitteilen; auch beim Pressegespräch nicht. "Die Gremien" hätten darüber zuvor noch zu entscheiden.

Im Chiemseehof pfeifen jedoch die Spatzen schon seit Wochen den Namen Cornelia Schmidjell von den Dächern, der 48-jährigen Leiterin der sozialpolitischen Abteilung in der Salzburger Arbeiterkammer.
Stolz auf sozialpolitische Bilanz
Die scheidende Landesrätin Erika Scharer betont, sie sei vor allem stolz auf ihre vielen sozial- und gesundheitspolitischen Initiativen in Salzburgs Bergregionen - zum Beispiel auf die Neuorientierung des Mittersiller Krankenhauses.

Eine Entwicklung bereite ihr aber große Sorgen, so Scharer: "Nehmen wir das Schlagwort `Nur Leistung zählt!`. Dabei bleiben jene Menschen auf der Strecke, die aus dem Leistungsprinzip kurz- oder langfristig herausfallen."
Kritik an Streitereien in Landeskliniken
Nicht begeistert zeigt sich Scharer angesichts der Personalquerelen in den Landeskliniken: "Grundsätzlich wurde entschieden, dass sich die Politik aus der SALK heraushält. Und das ist dort und da leider nicht gelungen."

Die eingeleitete Reform solle jedoch Verbesserungen bringen, so die scheidende Gesundheitslandesrätin Scharer.
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