Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
EHEC-Keim (Bild: ORF)
GESUNDHEIT
Frau nicht an aggressivem EHEC erkrankt
Jene 82-Jährige, die im Krankenhaus wegen einer EHEC-Erkrankung behandelt wird, dürfte nicht an dem aggressiven Subtypus des Keimes leiden. Das teilte Landessanitätsdirektor Christoph König Donnerstagabend mit.
Weitere Tests sollen Klarheit bringen
"Man kann aufgrund eines spezifischen Tests im Referenzzentrum Graz sagen, dass es nicht der EHEC-Typ ist, der in Deutschland grassiert", sagte der Salzburger Landessanitätsdirektor.

Die Salzburgerin, die auf einem Bauernhof in Hallwang (Flachgau) lebt, sei an einem anderen EHEC-Keim erkrankt, sagte König. Um völlig sicherzugehen, werde in Graz noch ein Bestätigungstest durchgeführt. Das Ergebnis werde am Freitag vorliegen.
Die Frau hatte sehr hohes Fieber und starken Durchfall.
Betagte Frau war in Lebensgefahr
Sicher ist aber, dass EHEC-Keime die 82-jährige Patientin in Lebensgefahr gebracht hatten. Das bestätigten Laboruntersuchungen.

Bereits am Montag war die Frau im Salzburger Krankenhaus der Barmherzigen Brüder aufgenommen worden, schilderte dessen ärztlicher Leiter Friedrich Hoppichler: "Sie war in lebensbedrohlichem Zustand mit starkem Durchfall und hohem Fieber."
"Patientin auf Weg der Besserung"
Hoppichler: "Es ist eine EHEC-Infektion mit den klassischen Symptomen, aber wichtig ist, dass die Patientin deutlich auf dem Weg der Besserung ist."

Der Mediziner glaubt nicht, dass die Frau mit der aggressiven deutschen Variante des Keims infiziert ist: "Die Patientin hat auch noch einen anderen Keim in der Stuhlkultur. Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass es sich um diesen Erreger handelt, der in Norddeutschland aufgetreten ist."
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