Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
AKW Mochovce (Bild: APA)
UMWELT
"Gefahr einer Atomkatastrophe steigt jährlich"
In Salzburg ist das Risiko hoch, in den nächsten Jahren von einem atomaren Unglück betroffen zu sein, sagt der Leiter des Salzburger Strahlenlabors, Friedrich Steinhäusler. Alte Kernkraftwerke würden das Risiko steigen lassen.
Bedrohung in Nachbarländern
Reaktoren vom gleichen Typ und aus der gleichen Zeit wie jene in Fukushima (Japan) stünden auch in Österreichs Nachbarländern, warnt Steinhäusler.

"Ich sage seit Jahren, wir haben das Problem, dass wir eines Tages aufwachen werden und ein derzeit gut funktionierendes, altes Kernkraftwerk in die Luft geflogen ist. Das kann ein altes Schweizer, ein tschechisches oder ein deutsches Kernkraftwerk sein", so der Atomexperte.
"Wahrscheinlichkeit bei über 50 Prozent"
Die Gefahr steige mit jedem Jahr so Steinhäusler: "Die wird nicht geringer solange diese alten Kraftwerke, die technologisch unzureichend sind weiterhin betrieben werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass soetwas in den nächsten fünf bis zehn Jahren passiert liegt bei über 50 Prozent."

In "Salzburg heute" sehen Sie am Dienstag ab 19.00 Uhr auf ORF2 das gesamte Interview mit Friedrich Steinhäusler.
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