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MI | 11.04.2012
Schutzprojekt für Feuersalamander. Bild: ORF
BILDUNG
Interaktives Projekt: Schutz von Salamandern
Für ihren Schutz werden die vom Aussterben bedrohten Salamander genau erfasst. Die Uni Salzburg arbeitet dabei mit 30 Salzburger Schulen zusammen. Auch Volksschüler beteiligen sich beim Suchen und Zählen.
Schutzprojekt für Feuersalamander. Bild: ORF
50 bis 100 Tiere im Aigner Wald pro Hektar
Von Annaberg bis Werfenweng, von Hallein bis Tamsweg gehen Schüler die Lurche zählen und dokumentieren im Internet ihre Beobachtungen im "Salamander Report". Leiter des bundesweiten Projektes ist der Salzburger Molekularbiologe Robert Schwarzenbacher.

Zum Beispiel die Kinder der Klasse 2B der Volksschule Salzburg-Aigen schwärmen in den Aigner Wald aus. Auf der Suche nach den auffallend schwarzgelben Feuersalamandern, über deren Verbreitung wenig bekannt ist. Die Gegend ist eines der letzten großen Gebiete, wo noch viele Lurche vorkommen.

Auf einem Hektar in dieser noch kaum berührten Natur im Südosten der Stadt Salzburg leben 50 bis 100 Tierchen.
Schutzprojekt für Feuersalamander. Bild: ORF
Zurück in der Schulklasse tragen die Kinder dann in eine Broschüre und in eine interaktive Karte einen so genannten „Salamander Report" ein, wie viele Feuersalamander und wie viele Larven sie gefunden haben.

So soll der Bestand der gefährdeten Amphibien erfasst und auch gesichert werden.
Robert Schwarzenbacher, Molekularbiologe. Bild: ORF
Schwarzenbacher
Lebensräume oft schon zerstört
Das Wetter ist bei unserem Lokalaugenschein im Aigner Wald fast zu schön, denn die Salamander lieben es regnerisch, aber die Kinder wissen wo sie fündig werden können.

Feuersalamander brauchen für Ihre Larven kleine Rinnsale, aber die fallen immer öfter der Landwirtschaft zum Opfer.

Die Schüler sollen mit ihren Beobachtungen beim Naturschutz helfen, sagt Projektleiter Robert Schwarzenbacher: "Da geht es um den Schutz der Amphibien. Salamander sind durch die Lebensraumzerstörung relativ bedroht. Wir schauen eben jetzt, wo es noch Bestände gibt, um die Karte wieder zu aktualisieren."
"Nicht nur Igel und Regenwürmer"
Die Volksschullehrerin Alexandra Eibner betont, ihr sei wichtig, dass die Kinder ihr nahes Lebensumfeld kennenlernen: "Sie sollen auch andere Tiere kennelernen als die üblichen, die man in der Schule halt so durchmacht wie Igel oder Regenwurm."
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