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MI | 11.04.2012
Preisverleihung bei den Rauriser Literaturtagen (Bild: ORF)
KULTUR
Rauriser Literaturtage mit Starbesetzung
Adolf Muschg, Marie-Thérèse Kerschbaumer, und Marlene Streeuwitz - das sind nur drei der 17 Autorinnen und Autoren, die ab Mittwoch bei den Literaturtagen in Rauris (Pinzgau) lesen. Der Preis geht an Dorothee Elmiger.
Von Karin Buttenhauser, ORF Salzburg.
Preisträgerbuch schon mehrfach prämiert
8.000 Euro erhält die Schweizerin Dorothee Elmiger für ihren Debütroman "Einladung an die Waghalsigen". Das Buch wurde bereits mit dem Aspekte Literaturpreis und beim Bachmann-Wettbewerb mit dem KELAG-Preis ausgezeichnet.

Die Strahlkraft, die dieses Buch offenbar auf Juroren ausübt, ist nicht nachvollziehbar. Das Jahr 2010 hatte bessere deutschsprachige Roman-Debüts zu bieten als diese mühsam gestrickte Geschichte rund um zwei Schwestern, die scheinbar einen Fluss, aber eigentlich ihre Mutter suchen.
Förderpreis an 43-Jährigen
Die 4.000 Euro des Rauriser Förderungspreises gehen heuer an Martin Amanshauser. Der Sohn von Gerhard Amanshauser wird heuer 43 Jahre alt, und ist längst etabliert.

Gefördert wird er trotzdem: Wie alle musste er seinen Text zum vorgegebenen Thema "Kompass" anonym vorlegen - und dieser wurde prompt von der Jury als beste Einreichung erkoren. Wie auch immer, ein Förderpreis sollte eigentlich den literarischen Nachwuchskräften zugute kommen und nicht den alten Hasen.

Die beiden Rauriser Literaturpreise strahlen heuer also nicht so hell, warten wir ab, was die 41. Rauriser Literaturtage sonst noch bringen.
Schuld-Frage als thematische Klammer
Die thematische Klammer der vorgestellten Bücher ist der literarische Umgang mit der Schuld-Frage. Die Literaturtage dauern bis Sonntag.
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