Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Murtalbahn. Bild: Herbert Ortner/wikipedia.org
POLITIK
Bangen um Fortbestand der Murtalbahn
Die Geldnot des Landes Steiermark bringt den Fortbestand der Murtalbahn im Grenzland der Steiermark zu Salzburg in Gefahr - und gefährdet so auch den öffentlichen Nahverkehr im Lungau.
"Rückgrat für Nahverkehr der ganzen Region"
Die Murtalbahn ist zwar für die Lungauer eine wichtige Verbindung in die Steiermark und weiter in Richtung Wien, andererseits hat sie aber erheblichen Geldbedarf.

550.000 Fahrgäste werden pro Jahr gezählt. Die Schmalspurbahn ist in den "Lungautakt" integriert, fährt alle zwei Stunden und ist ein Rückgrat für den Nahverkehr der ganzen Region, so beschreibt Betriebsleiter Johann Fritz aus Murau die Bedeutung der Murtalbahn.

Fritz räumt ein, dass die von der steirischen Landesregierung in Aussicht gestellten Kürzungen von 25 Prozent die Murtalbahn "bis ins Mark" treffen würden. Die ganze Diskussion wertet er als politisches Pokerspiel.
Hoffnung im Lungau auf Grazer Politik
Im Lungau sehen einige das nicht so gelassen. Hans Bogensberger, ehemals Bürgermeister von Ramingstein (ÖVP), denkt daran, eine überparteiliche Aktionsplattform zu gründen, falls die Murtalbahn wirklich eingeschränkt oder gar zugesperrt wird.

Der Tamsweger Bürgermeister Alois Lankmayr (ÖVP) setzt auf die Vernunft der Politiker in Graz. Eine Einschränkung der Murtalbahn würde den ländlichen Raum enorm schwächen - vor allem auch im Bezirk Murau, sagt der Bürgermeister. Und das werde die steirische Landesregierung nicht durchziehen.

Allerdings gibt es noch einen Prüfbericht des Landesrechungshofs in der Steiermark, in dem die Notwendigkeit der defizitären Schmalspurbahn klar und deutlich in Frage gestellt wird. Die Debatte um die Murtalbahn wird also noch weitergehen.
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