Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Satellit im Orbit (Bild: APA)
EU
Naturschutzgebiete per Satellit überwachen
Die EU will ihre Naturschutzgebiete künftig per Satellit überwachen. Geleitet wird das Projekt von Salzburg aus - vom Geoinformatiker Stefan Lang von der Uni Salzburg. Eingriffe in Naturschutzgebiete sollen so verhindert werden.
EU will Berichte über "Natura 2000"-Gebiete
Naturschutzgebiete überwachen und schützen: Das ging bisher nur zu Fuß mit regelmäßigen Märschen ins Gelände. Das war zeitaufwendig und teuer, aber noch nötig.

In Zukunft soll das alles vom Himmel aus mit Satellitenbildern passieren. Denn die EU fordert Berichte über ihre "Natura 2000"-Gebiete.

Forschungskoordinaor Stefan Lang von der Naturwissenschaftlichen Fakultät sagt dazu: "Wir haben vor einigen Jahren schon Pionierarbeit auf diesem Gebiet geleistet. Was aber neu ist, ist eine europaweit sehr stark vereinheitlichte Methodik, wie das gemacht werden soll. Es ersetzt die Feldarbeit zwar nicht vollständig, aber es ist um einiges effizienter und wirtschaftlicher."
"Ein europaweit einheitliches Verfahren soll aufgebaut werden."
Salzburger führend in Europa
Die Satelliten-Fernerkundungs-Daten kommen von der Europäischen Weltraumagentur und sind so genau, dass sich zum Beispiel Baumarten deutlich unterscheiden lassen. Bei der Auswertung dieser Daten sind die Salzburger führend in Europa.

"Das Ziel des Projektes ist, dass hier europaweit ein einheitliches Verfahren dargelegt wird, von dem letztendlich auch Firmen profitieren, die diese Verfahren dann den Regierungen und anderen Entscheidungsträgern anbieten können", so Lang.

Das Projekt betrifft alle "Natura 2000"-Gebiete. In Salzburg gibt es davon 30 mit einer Fläche von mehr als 1.000 km². Das ist ein Sechstel der Bundeslandfläche. Zwei Millionen Euro stellt die EU für das auf drei Jahre angelegte Projekt zur Verfügung.
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