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MI | 11.04.2012
Bundesheersoldaten kämpfen gegen Schlamm und Dreck nach Unwetter in Taxenbach (Bild: Bundesheer)
CHRONIK
Harte Einsätze gegen Hochwasserschäden
In Pinzgau und Flachgau läuft die Aufräumung nach den schweren Regenfällen. Bundesheer und Feuerwehren stehen massiv im Hilfseinsatz. In Högmoos müssen Volks- und Sonderschule vom Schlamm einer Mure befreit werden.
Geröll und Schlamm
Mehrere Bagger sind auch in Leogang (Pinzgau) im Einsatz. Dort haben Regen und Schlamm einige Straßen weggerissen.

Das Unwetter hat den Pinzgau am schwersten getroffen. Schon Donnerstag wurden in Taxenbach die Schäden an Pinzgauer Bundesstraße und Westbahn beseitigt. Freitag geht die Aufräumung weiter.

In zwei Schulen in Högmoos - einem Ortsteil von Bruck an der Glocknerstraße - stehen Wasser, Geröll und Schlamm, sagt Katastrophenreferent Kurt Reiter: "Es war unheimlich viel Material mitgeführt worden. Die Schulgebäude hat das sehr stark in Mitleidenschaft gezogen."
Soldaten müssen händisch helfen
In Högmoos sind auch 75 Mann des Bundesheeres im Einsatz, sagt Presseoffizier Gerald Gundl: "Schweres Gerät kann hier nicht eingesetzt werden, weil die Schäden unmittelbar an oder in den Gebäuden entstanden sind. Da ist wirklich die menschliche Kraft der 75 Soldaten gefragt. Die schaufeln den Schutt und Schlamm weg."

Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr arbeiten mit schwerem Gerät in Leogang. Dort sind einige Seitenstraßen einfach weggerissen worden, schildert Katastrophenreferent Reiter: "Das sind alles Weggenossenschaften, wo große Teile der Wege nicht mehr vorhanden sind."

Insgesamt sind allein in Leogang und Taxenbach rund 150 Mann mit fast 100 Baggern und Lastwagen im Einsatz.
Flachgauer Brennpunkte entschärft
Auch in anderen Landesteilen wird noch aufgeräumt, zum Beispiel im Stille-Nacht-Bezirk in Oberndorf (Flachgau). Der stand Donnerstag unter Wasser, mittlerweile ist das Gröbste aber geschafft.

Bei einigen Häusern wurden durch das Hochwasser die Telefonanschlüsse gekappt.
Kritik an mangelnder Effizienz der Telekom
Verwundert ist Bürgermeister Peter Schröder (SPÖ) über die Telekom. Die habe es Freitag nicht geschafft, wenigstens einen Techniker zu schicken.

Erst Montag könnten die Telefonleitungen repariert werden, kritisiert der Bürgermeister.
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