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MI | 11.04.2012
Teilnehmerinnen im Computerkurs (Bild: ORF)
BILDUNG
Arbeiterkammer gliedert BFI im Sommer aus
Die Salzburger Arbeiterkammer zieht aus der Kritik des Rechnungshofes an ihren Betrieben Konsequenzen: Das Berufsförderungsinstitut BFI soll noch im Sommer ausgegliedert werden - die Zuschüsse werden damit begrenzt.
Sieben Millionen Zuschuss in vier Jahren
Vergangene Woche gingen die Emotionen bei der Vollversammlung der Arbeiterkammer hoch: Laut Rechnungshof brauchte das BFI in den Jahren 2004 bis 2008 knapp sieben Millionen Euro Zuschuss von der AK - das war den Prüfern zuviel.

Deshalb wurden bereits im Vorjahr zwei neue Direktoren für das BFI installiert - einer für die Finanzen und einer fürs Programm. Der Subventionsbedarf ist gesunken, sagt der kaufmännische Direktor des BFI, Peter Kainz: "Wir sind bei 1,6 Millionen Euro Subventionsbedarf 2009 gelandet. Und das Budget für das kommende Jahr ist um 200.000 Euro darunter."
"Gedeckelter Zuschuss" von der AK.
Ausgliederungs-Beschluss im Sommer geplant
Schon im Juli soll der Kammervorstand beschließen, dass das BFI in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert wird. Dann wird nicht mehr jedes Defizit automatisch ausgeglichen.

"Dann ist ganz klar definiert: Es wird ein Budget im BFI geben mit einem gedeckelten Zuschuss der Arbeiterkammer. Mit dem muss das BFI auskommen", betont Kainz.
Debatte "hat uns sicher nicht geholfen"
Mit 600 Kursen und 10.000 Teilnehmern - ist das BFI derzeit Marktführer etwa bei AMS-Programmen. Die harte Debatte der vergangenen Wochen schmerzt deshalb.

"Auf dem Markt hat uns das sicher nicht geholfen", sagt der kaufmännische Leiter Kainz, "Diese Anschuldigungen sind für kein Unternehmen auf dem Markt förderlich. Es könnte der Fall sein, dass Kunden eventuell überlegen, Mitbewerber-Angebote wahrzunehmen als zu uns zu kommen. Die Auswirkung ist noch nicht absehbar."
BFI muss sich beweisen
"Ich denke, es wird jetzt einiges an Anstrengung brauchen, um diesen Imageschaden, der zu erwarten ist, wieder zu beheben und zu beweisen, dass wir gute Leistung bieten für das Geld, das uns die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bezahlen - dass es dieses Geld wert ist", ergänzt der pädagogische Direktor Werner Pichler.

Hoffnung setzt man auf das neue Programm - es wird in wenigen Wochen vorgestellt.
Auch Tagungshotel wird ausgegliedert
Auch der zweite Betrieb der Arbeiterkammer, das Josef-Brunauer-Tagungshotel, wird ausgegliedert. Es sei schon im Vorjahr mit dem niedrigsten Zuschuss seit seinem Bestehen ausgekommen, heißt es aus der Kammer.
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