Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Salzburger Landeswappen (Bild: ORF/G.H.)
WIRTSCHAFT
Mindestsicherung keine soziale Hängematte
11.000 Salzburger beziehen derzeit Sozialhilfe, bei der neuen Mindestsicherung werden um ein Drittel mehr Anträge als bisher erwartet. Auch werden Bezieher künftig medizinisch und psychologisch auf Arbeitsfähigkeit untersucht.
Scharfe Kontrolle durch eigene Kontrollstelle
Die neue Mindestsicherung wird jedenfalls keine soziale Hängematte sein. Im Gegenteil, erklärtes Ziel ist es, Arbeitslose schneller und besser als bisher in den Arbeitsmarkt einzugliedern.

Dafür schaffen Arbeitsmarktservice (AMS) und Land Salzburg gemeinsam eine neue Kontrollstelle, sagt Roland Ellmer von der Sozialabteilung des Landes.
Rechtlicher Anspruch auf Mindestsicherung von 744 Euro pro Monat.
Vier wöchige Arbeitserprobung wird Pflicht
Medizinische Begutachtung der Arbeitsfähigkeit der Antragsteller sowie die Erhebung ihrer Potenziale und Fähigkeiten, sollen von dieser Stelle erfolgen. Außerdem soll es auch eine vier Wochen dauernde Arbeitserprobung geben.

Denn "ob jemand arbeitsfähig ist, kann man nicht in einem einmaligen Gespräch feststellen. Letztlich muss man jemandem beim Arbeiten zuschauen: Wie geht jemand mit Kollegen, mit Vorgesetzen, mit Kunden um?" sagt Ellmer.
Burgstaller: Gibt es genug Arbeit?
Diese kurze Arbeitserprobung soll ein für AMS und Land verbindliches Gutachten bringen. Wer bei einer ersten Kontrolle nicht arbeitsfähig ist, aber positive Zukunftsprognosen hat, soll in intensiven Kursen und Trainings am Sozialamt gefördert werden, so Ellmer.

Für Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) stellt sich allerdings die Frage, ob es genügend Arbeit für alle Arbeitswilligen gibt. Derzeit sind in Salzburg 17.000 Menschen arbeitslos oder in Schulungen.
Ganz Österreich
Salzburg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News