Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Krankenhaus Zell am See (Bild: KH)
CHRONIK
Baby starb bei Zangengeburt
Eine Tragödie wird aus dem Krankenhaus Zell am See (Pinzgau) gemeldet. Vor wenigen Tagen ist das Baby einer jungen Kosovarin aus Mittersill nach einer Zangengeburt gestorben.
Schwere Kopfverletzungen erlitten
Inzwischen wurden Gerichtsmedizin und Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Bei der am Krankenhaus Zell am See eigentlich unüblichen Zangengeburt wurde das Baby derart schwer am Kopf verletzt, dass es Stunden später starb, bestätigte der ärztliche Leiter des Krankenhauses, Rudolph Pointner.

"Die Kopfverletzungen waren auch für den Geburtshelfer sofort sichtbar, und er ist sehr, sehr betroffen. Das Baby war in einem schlechten Allgemeinzustand", sagte Pointner.

"Es hat geatmet, hatte Herztöne, musste jedoch von unseren Anästhesisten und Notfallmedizinern stabilisiert werden und wurde dann nach Schwarzach gebracht. Primär wollten wir das Baby nach Salzburg bringen, was aber aufgrund logistischer Probleme mit dem Transport nur sehr schwer möglich war."
Primar: Künftig keine Zangengeburten mehr
Der betreffende Geburtshelfer hat bisher am Krankenhaus Mittersill gearbeitet. Die Zeller Spitalsärzte hätten unmittelbar nach dem Tod des Babys Konsequenzen gezogen, betonte Pointner.

"Wir werden - so wie es auch bisher bei uns üblich war - keine Zangengeburten mehr durchführen. Auch dann nicht, wenn jemand von auswärts kommt und in dieser Methode sehr geübt ist. So war es bei diesem Gynäkologen, der ein erfahrener Geburtshelfer war", so Pointner.

"Auch er wird die Vakuumgeburt - also die Geburt mit Saugglocke - lernen und so sicher sein, dass er künftig ebenfalls ausschließlich Vakuumgeburten durchführen wird."
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