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MI | 11.04.2012
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VERKEHR
Bürgermeister gründen Verein für Ischlerbahn
Druck für eine Wiedererrichtung der Ischlerbahn von Salzburg nach Bad Ischl kommt jetzt von Bürgermeistern an der Strecke. Sie gründen jetzt einen Verein zur Förderung der Salzkammergut-Lokalbahn.
Verein Voraussetzung für weitere Ansuchen.
Neun Ortschefs dabei
Neun Bürgermeister aus Salzburg und Oberösterreich tun sich zusammen. Der Verein ist notwendig, damit die Gemeinden gemeinsam mit dem Land und dem bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land um EU-Förderungen ansuchen können.

Gründe für eine Wiederrichtung der 1957 abgetragenen Bahnverbindung gebe es genug, sagt Johannes Peinsteiner, Bürgermeister von St. Wolfgang und ÖVP-Bundesrat. Wenn die Verkehrsverbindungen in die Zentralräume nicht funktionieren, würden die jungen Menschen bald dort bleiben, wo sie arbeiten - eben in den Ballungsräumen.
Mobilität wichtig
Und auch die Gäste in der Tourismusgemeinde St. Wolfgang würden immer höhere Ansprüche an die Mobilität stellen, weiß Peinsteiner: "Wenn ich jetzt nach Salzburg komme und stehe immer im Stau und finde keinen Parkplatz, dann fängt man erst zu überlegen an, wie das sein könnte."
Bürgermeister wollen aktiv werden
Die Bürgermeister müssten aktiv werden, betont auch der Thalgauer Ortschef Martin Greisberger (ÖVP): "Wann jemand etwas ändern kann, dann geht das nur mehr von unten nach oben und nicht mehr umgekehrt. Wir müssen wieder versuchen, die Bürgermeister zu bündeln. Wir sind sehr nahe draußen beim Bürger und wissen eigentlich am besten die Sorgen."

Mit der Kostenkeule dürfe dieses Projekt nicht erschlagen werden: "Es ist schon bezeichnend, wie wenig Kreativität da manche entwickeln."

Die Zeit dränge, sagt Greisberger. Immer mehr Flächen in den Gemeinden würden zugebaut. Für eine Bahntrasse werde es da immer schwieriger: "Es ist auch wichtig, dass wir durch die Orte fahren. Sonst komme ich nicht zum Kunden."
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