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MI | 11.04.2012
Notrufnische (Bild: ORF)
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Appell: Tunnel-Notrufe statt Handys nutzen
Wenn Menschen im Autobahntunnel Hilfe brauchen, sollten sie die Notrufnischen nutzen und nicht via Handy Pannendienste oder Freunde anrufen. Das betont die Autobahngesellschaft ASFINAG. Hilfe sei so viel schneller möglich.
Roppener Tunnel (Bild: ORF) Tauerntunnel 2009 einen Monat gesperrt
Unfälle, Schwertransporte, Instandsetzungsarbeiten, kleinere Baustellen, Pannen: Zum Beispiel der Tauerntunnel zwischen Flachauwinkl (Pongau) und Zederhaus (Lungau) war 2009 beinahe einen Monat lang gesperrt.

Viele Phasen mit roten Tunnelampeln ließen sich nicht vermeiden. Wartezeiten könnten jedoch verkürzt werden, wenn sich hilfsbedürftige Autofahrer direkt an die Tunnelwarte wenden würden. Tatssächlich alarmieren die meisten Verwandte oder Freunde.

2009 war allein der Tauerntunnel 857 Mal gesperrt, im Schnitt 50 Minuten pro Rotphase: Unfälle, weil Ladegut verloren wurde, die Höhenkontrolle ausgelöst wutde, wegen Fahndungen der Polizei, wegen Feueralarms oder aufgrund von Sondertransporten.

122 Pannen waren ebenfalls Ursachen für Verkehrsstillstände an Nord- und Südportal.
Handy-Alarmierungen oft gefährlich
Verlängert werden die Wartezeiten, wenn Autorfahrer in Not ihre Freunde oder den Pannendienst anrufen, statt direkt mit der Tunnelwarte zu sprechen, sagt Klaus Schinagl von der ASFINAG: "Der häufigste Fall erfolgt nicht über den Notruf des Tunnels. Die Verkehrsteilnehmer benutzen immer das Handy. Das kann zu gefährlichen Situationen kommen."

Die Nutzung des Tunnelnotrufes würde viel Zeit sparen, Hilfs- oder Rettungsmaßnamen könnten rascher eingeleitet werden: "Es gibt in allen Tunnels im Abstand von mindestens 200 Metern - in den neueren sogar in kürzeren Abständen - die Notrufnischen. Sobald man dort die Tür öffnet, bekommt der Mann in der Warte sofort die Information. Er kann sofort reagieren und entsprechend die Einsatzkräfte alarmieren."
Notruf-Nischen lösen Schutzprogramme aus
Darüber hinaus werden spezielle Mechanismen ausgelöst, so Schinagl: "Die Beleuchtung wird verstärkt, es schalten sich spezielle Programme zur Verkehrsregelung ein; ebenso mehr Videoüberwachungen. Über die Notrufnische ist sofort eine Verbindung in die Überwachungszentrale vorhanden. Die Warte weiß sofort, wo sich der Verkehrsteilnehmer befindet."

Insgesamt war Tauerntunnel im letzten Jahr 29 Tage, 17 Stunden und 17 Minuten gesperrt.
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