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MI | 11.04.2012
Vortrag (Bild: ORF)
POLITIK
Rechtsextremer Publizist in Salzburg
Der rechtsextreme Publizist Richard Melisch kommt am Dienstag Einladung des FPÖ-nahen Akademikerverbandes zu einem Vortrag nach Salzburg. Melisch ist laut Experten regelmäßig in Kontakt mit führenden Rechtsextremen.
Immer wieder Vorträge bei der deutschen NPD
Immer wieder hält Melisch seine Vorträge etwa bei der deutschen Partei NPD, die als extrem rechts gilt. Die Veranstalter in Salzburg wollen von dem Hintergrund ihres Gastes nichts wissen.
"Bin Laden ein tapferer Kämpfer gegen Israel"
Richard Melisch ist in der rechten Szene ein bekannter Name. Die Experten des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands zählen Melisch eindeutig zur rechtsextremen Szene.

Besonders oft fällt er mit judenfeindlichen Äußerungen auf, außerdem wettert er gegen die seiner Meinung nach gefährliche Vermischung der Völker durch die Einwanderung. Den Terroristen Osama Bin Laden lobt er in einem Text als unerschrockenen Kämpfer gegen die angeblichen Ausbeuter aus den USA und Israel.
Texte in einschlägigen Heften
Seine Vorträge hält Melisch immer wieder bei Gruppen der NPD in Deutschland, aber auch bei FPÖ-nahen Organisationen. Außerdem veröffentlicht er seine Texte in einschlägigen Heften.
Rede über den Staat Israel
Am Dienstag kommt Melisch zu einem Votrag nach Salzburg, seine Rede trägt den Titel "Der Staat Israel - sein Entstehen, sein Schicksal, sein Überleben".

Eingeladen wurde er vom so genannten "Neuen Klub", einer Teilorganisation des FPÖ-nahen Freiheitlichen Akademikerverbandes. Der Vorstand des Neuen Klubs ist der Salzburger Jurist Wolfgang Caspart.
Veranstalter bestreiten Nähe zu Rechten
In einem Telefonat mit dem ORF bestritt Caspart jegliche Nähe zu Rechtsextremen. Dass Melisch als solcher gilt, sei ihm nicht bekannt gewesen. Wenn der heutige Vortrag anstößig sei, werde Melisch nicht mehr eingeladen. Der Neue Klub habe auch schon mehrere linke Persönlichkeiten zu Vorträgen gebeten, betont Caspart.

Melischs Rede am Dienstag dürfen Journalisten aber nicht hören - da könnte etwas aus dem Zusammenhang gerissen werden. Das Treffen in einem Salzburger Hotel sei deshalb eine geschlossene Gesellschaft, sagt Caspart.
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