Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Bianca Jagger mit ihrem wertvollen Platin-Gold-Ring (Bild: DPA/Kugler)
JUSTIZ
Streit um Jagger-Ring geht in nächste Runde
Der zivilgerichtliche Streit über den Platinring von Bianca Jagger geht in die nächste Runde. Im Sommer 2008 hatte Jagger den Ring in Salzburg verloren. Der Salzburger Finder fordert nach wie vor Finderlohn von der Menschenrechtsaktivistin.
Jagger wollte Teil des Finderlohns spenden
Die Ex-Frau von Rolling Stone Mick Jagger verlor während ihres Aufenthalts anlässlich der Salzburger Festspiele 2008 ihren 200.000 Euro teuren Ring. Der Salzburger Reinhard Ringler fand ihn am 22. August auf dem Ginzkey-Platz.

In der Meinung, es handle sich um einen wertlosen Schlüsselanhänger, schenkte er ihn seiner 13-jährigen Tochter und fuhr dann auf Urlaub. Als er aus der Zeitung von dem hochkarätigen Verlust erfuhr, ließ er ihn zur Polizei bringen.

Den Vorschlag von Bianca Jagger, 1.000 Euro dem Mädchen zu schenken und 9.000 Euro an Amnesty International zu spenden, lehnt Ringler ab.
Kein Finderlohn, weil Ring zu spät abgegeben.
Jagger wegen Rufschädigung angezeigt
Der Salzburger Unternehmer verklagte Bianca Jagger und ihren Anwalt Gabriel Lansky schließlich wegen Rufschädigung, nachdem Ringler den Finderlohn ergebnislos eingefordert hatte.

Der Unternehmer fühlte sich in seiner Ehre gekränkt: Lansky hatte damals argumentiert, seine Mandantin zahle deshalb keinen Finderlohn, weil der Salzburger den Ring "massiv verspätet" abgegeben habe. Er bezeichnete es laut Medienberichten als "lächerlich" und "Unfug", dass Ringler den Schmuck anfangs für wertlos gehalten hätte.
Neuer Anwalt stellt Fortsetzungsantrag
Am 4. Mai 2009 saßen sich die Streitparteien - Jagger war nicht gekommen - schließlich vor einem Salzburger Zivilrichter gegenüber. Die Verhandlung verlief ohne Ergebnis, der Vorschlag auf eine außergerichtliche Einigung wurde vorerst abgelehnt.

Da es zu keiner Einigung gekommen war, beantragte nun der jetzige Anwalt des Finders, Alexander Schuberth, eine Fortsetzung des Verfahrens. Der Antrag wurde beim Salzburger Landesgericht eingebracht.
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