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MI | 11.04.2012
Untersberg bei Salzburg, Berchtesgadener Hochthron - Südwände. Berchtesgadener Hochthron, Bild: Gerald Lehner; bergrettung.at
SPELEOLOGIE
Neue Riesenhöhle im Untersberg entdeckt
Im Untersberg haben deutsche Höhlenforscher eine neue Höhle entdeckt, eine riesige mit ca. 13 Kilometern Länge und mehr als 1.000 Metern Tiefe. Sie liegt auf bayerischer Seite des Massivs und gilt als das größte Höhlensystem Deutschlands.
Berchtesgadener Hochthron mit Südwänden des Massivs auf bayerischer Seite
Speleologen aus Bad Cannstatt/Stuttgart
Höhlenforscher und Geologen haben die Hoffnung, eine Verbindung zum Höhlensystem im Salzburger Teil des Untersberges zu finden. Dann ginge es um Dimensionen eines neuen Weltrekordes.

Ein vergessener Felstrichter führte Forscher aus dem deutschen Bad Cannstatt - einem großen Stadtbezirk von Stuttgart (Bade-Württemberg) in das neue Gangsystem. Die Teams brauchten drei Tage im steilen Fels, um den tiefsten Punkt zu erreichen, 1.058 Meter unter dem Einstieg.

Die letzte Kartierung ergab eine Länge von 12,8 Kilometern.
Untersberg, Südwände, Mittagsscharte. Bild: Gerald Lehner; bergrettung.at
Durch die Mittagsscharte verläuft die Staatsgrenze, links: Untersberg auf bayerischer Seite.
Verbindung zu Salzburger Seite möglich
Das ist allerdings deutlich weniger als die 33 Kilometer, die aus der Kolowrat-Höhle auf Salzburger Seite des Untersbergmassivs bekannt sind. Doch die Deutschen glauben, dass sie erst ein Drittel ihrer neu endeckten Höhle begangen haben. Sie vermuten auch, dass es eine Verbindung zur Höhle auf Salzburger Seite gibt.

Chemische Untersuchungen ergaben schon, dass Wasser der deutschen Höhle in Fürstenbrunn bei Grödig (Flachgau) auf Salzburger Seite ans Tageslicht tritt. Es speist zum Teil die Trinkwasserversorgung der Stadt Salzburg.
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