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MI | 11.04.2012
Ranggler auf dem Hundstein (Bild: ORF)
Hundstein-Ranggeln
KULTUR
Salzburger Bräuche sollen ins Weltkulturerbe
Fünf Salzburger Bräuche sollen in die UNESCO-Liste der kulturellen Traditionen aufgenommen werden. Darum bemühen sich Vertreter der Volkskultur bei der Bildungsorganisation der Vereinten Nationen.
Samson-Umzug im Salzburger Lungau. Bild: volkskultur.at
Samson-Umzug im Lungau
Samson, Frautragen, Ranggeln, Küahsuacher
Österreich hat erst heuer das Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Weltkulturerbes unterzeichnet, dem bereits 116 Staaten angehören. Seither haben auch Feste und Handwerkstechniken die Chance, Weltkulturerbe zu werden.

Bei den Salzburger Bewerbern für das Kulturerbe der UNO handelt es sich um die Umzüge des Lungauer Samson, den Adventbrauch des Frautragens in St. Veit im Pongau, die Pinzgauer Ranggler mit dem Jakobiranggeln auf dem Hundstein, den Unkener Verein Traditionelle Europäische Heilkunde und den Küahsuacher, einen einzigartigen Pongauer Jodler, der mindestens bis in die Barockzeit zurückreicht.

Der Unkener Heilkundeverein setzt auf überliefertes Wissen zur Wirkung von Kräutern und der Herstellung von Pechöl, Salben und Teemischungen.
Werbewirkung, Ehre, doch kein Geld
Für die Salzburger Volkskundlerin Lucia Luidold vom Amt der Landesregierung sind diese fünf Bewerbungen erst der Anfang, denn Salzburg sei reich an einzigartiger Volkskultur.

Wer heuer noch seine Bewerbung abschickt, kann bis März mit einer Entscheidung über die Aufnahme ins Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes Österreichs rechnen.

In einem zweiten Schritt ist dann die Nominierung für eine internationale Liste möglich. Geld gibt es für die Anerkennung als Kulturerbe nicht, außer die Werbewirkung wird in bare Münze umgerechnet.
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