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MI | 11.04.2012
Universität Salzburg (Bild: ORF/G.H.)
UNIVERSITÄT
Frischer Wind für Politikwissenschaft
Die Hälfte aller Professoren für Politikwissenschaft an der Uni Salzburg wird ausgewechselt. Damit will das Institut neu durchstarten. Moderne Forschungsmethoden und englischsprachige Vorlesungen sollen Qualität garantieren.
Zwei neue Professoren
Seit diesem Wintersemester weht am Institut für Politikwissenschaft ein frischer Wind. Der kommt einerseits vom 46-jährigen Kärntner Reinhard Heinisch, der nach 20 Jahren aus den USA von der Universität Pittsburgh nach Salzburg kommt.

Zweite neue und treibende Kraft ist der 33-jährigen Vorarlberger Andreas Dür. Er hat zehn Jahre lang im Ausland gearbeitet hat, zuletzt in Dublin. Heinisch und Dür ersetzen die Professoren Herbert Dachs und Klaus Faupel, die in den Ruhestand gegangen sind.
"Im Bereich der Forschung gibt es natürlich eine starke Umkrempelung des Institutes."
Neue Generation am Werk
Andreas Dürs sagt zu den Änderungen: "Es gibt vier Professoren in Salzburg, zwei davon wurden jetzt gewechselt. Diese zwei sind in einer anderen Generation in der Politikwissenschaft. Im Bereich der Forschung gibt es natürlich eine starke Umkrempelung des Institutes, insofern als wir jetzt die erste Generation sind, die wirklich als Politikwissenschaftler ausgebildet worden sind."

"Die Professoren, die bisher diese Professuren inne hatten, waren ja eigentlich ausgebildete Historiker, ausgebildetete Rechtswissenschaftler, ausgebildete Wirtschaftswissenschaftler, aber nicht ausgebildete Politikwissenschaftler", meint Dür. Sein Schwerpunkt ist die Internationale Politik, vor allem Wirtschaft- und Handelspolitik.
Arbeiten mit großen Datenbanken
Ein wichtiges Ziel der neuen Professoren ist es, die Universität Salzburg zu einem Spieler in der internationalen Forschung zu machen. Dazu bedarf es moderner, quantitativer Forschungsmethoden, das heißt zum Beipiel arbeiten mit großen Datenbanken und viel Statistik.

"International ist das jetzt der Trend, in einer Top-Zeitschrift der Politikwissenschaft unter zu kommen", erklärt Dür.
"Diskurs findet weltweit auf Englisch statt."
Mehr Vorlesungen in Englisch
Außerdem wird weitgehend Englisch als Unterrichtssprache verwendet werden, sagt Reinhard Heinisch. Sein Forschungsbereich ist die österreichische Politik im internationalen Vergleich. Heinisch ist auch Leiter des Instituts für Politikwissenschaft.

"Unsere Erasmus-Studenten, das ist eine Bereicherung hier, damit wir eben entsprechen internationale Studenten bekommen. Wir werden auch mehr in Englisch unterrichten. Das heißt, ich werde sicher ein oder zwei Vorlesungen im Semester in Englisch anbieten. Wir müssen einfach von dem Denken wegkommen, dass allein in deutscher Sprache studiert werden kann. Es ist einfach so, dass der Diskurs weltweit auf Englisch stattfindet", sagt Heinisch.

An der Politikwissenschaft sind knapp 500 Studierende eingeschrieben. Das Studium wurde auf Bachelor und Master umgestellt .
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