Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Angeklagter vor Gericht (Bild: ORF)
LANDESGERICHT
Bombendrohung: Drei Monate auf Bewährung
Schuldig - so lautete am Mittwoch im Landesgericht das Urteil über jenen Pongauer Pensionisten, der dem Bezirksgericht St. Johann mit einer Bombe gedroht hatte.
Einkomen sollte gepfändet werden
Das Einkommen des Pensionisten sollte gepfändet werden. Das wollte der Mann nicht akzeptieren und kam mit seiner Drohung persönlich ins Gericht.
Angeklagter: "Drohung nicht ernst gemeint"
Mit den Worten "Es ist für mich kein Problem an Sprengstoff zu kommen, ich werde etwas inszenieren und ihr werdet darüber in der Zeitung lesen" - kam der Pongauer Pensionist zu einer Angestellten des Bezirksgerichts St. Johann.

Tatsächlich war der 71-Jährige lange Sprengbefugter bei den Bundesforsten.

Doch diese Drohung am Bezirksgericht habe er nicht ernst gemeint. Er sei damals einfach enttäuscht gewesen vom Rechtsstaat, sagte der Mann am Mittwoch vor Gericht.
"Furcht vor Bombe reicht für Schuldspruch"
Auch die Gerichtsangestellte sagte, sie habe sich persönlich nicht bedroht gefühlt. Trotzdem verurteilte Richter Wilhelm Longitsch den Pensionisten zu drei Monaten Haft, aber ausgesetzt zur Bewährung.

Denn allein die Möglichkeit, dass sich jemand durch diese Bombendrohung fürchtet, reicht für einen Schuldspruch. Der Pensionist und die zuständige Staatsanwältin haben das Urteil bereits akzeptiert.
Kein Zusammenhang mit anderem Anschlag
Mit dem Sprengstoffanschlag auf die Polizeiinspektion in St. Johann in einer präparierten Elektrokabeltrommel hat dieser Mann laut Behörden nichts zu tun.

Der damals schwer verletzte Polizist ist wieder im Dienst.
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