Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Gaisberg bei Salzburg. Bild: Gerald Lehner; bergrettung.at
NAHERHOLUNG
Gaisberg: Illegale Parkplätze abgeriegelt
Auf dem Gaisberg, dem großen Naherholungsberg der Stadt Salzburg, sind eine große Anzahl von Parkplätzen abgeriegelt worden. Dabei handelt es sich um bisher illegal genutzte Abstellflächen.
Erster Schritt zu verkehrsberuhigtem Gaisberg
Dass hier jahrelang Autos standen, störte bisher niemanden. Diese Maßnahme der Stadt Salzburg ist ein erster Schritt für einen verkehrsberuhigten Gaisberg. Allerdings stehen die nächsten Schritte noch gar nicht fest.
Panorama lockt eine Million Besucher jährlich
Ein prächtiges Panorama lockt jedes Jahr mehr als eine Million Besucher auf die Gaisbergspitze - gerade an Wochenenden sorgt der Ansturm für so manche chaosartige Situation.

Bei einem am Montag durchgeführten Lokalaugenschein von "Salzburg heute" war es ruhiger, die wenigen Autofahrer bekamen leicht einen Parkplatz.
"Auto nicht einfach irgendwo stehen lassen"
Deutlich sichtbar ist, wo früher Autos standen und nie wieder stehen werden, schildert Gaisberg-Koordinator Winfried Herbst:

"Am Gaisberg gab es früher beim Parken nie eine erkennbare Ordnung. Es gab riesige Schotterflächen, die auf einem so stark besuchten Aussichtsberg wie dem Gaisberg einfach nichts zu suchen haben.

Die Parkplätze selbst haben wir dabei nicht angetastet. Wir haben die Verkehrsflächen weiter also solche belassen, das heißt, es gibt auch in Zukunft genau so viele gewidmete Parkplätze wie bisher. Richtig ist aber, dass man künftig mit dem Auto nicht mehr überall hin fahren kann und einfach dort abstellt, wo es einem gerade gefällt."
Autos auf dem Gaisberg (Bild: ORF)
Die Stadt sagt dem Parkwildwuchs auf der Gaisbergspitze den Kampf an
Weiterhin 55 genehmigte Parkplätze
Es gibt also - so wie bisher - auch künftig 55 genehmigte Parkplätze - nur die illegalen wurden gesperrt.

Die Gaisbergspitze soll vom Autoverkehr entlastet werden. Nicht jeder will aber zu Fuß oder mit dem Fahrrad mühsam zur Gaisbergspitze hinauf - es braucht also ein Verkehrskonzept für Salzburgs Ausflugsberg.
Buslinie einzige, wenig attraktive Alternative
"Die Diskussion über ein Gesamtverkehrskonzept für den Gaisberg ist wieder an ihrem Startpunkt angelangt. Klar ist, dass ohne eine Gesamtbetrachtung der Flächen am Gaisberg unmöglich ist, irgendein befriedigendes Ergebnis zu erreichen", sagt dazu Gaisberg-Koordinator Winfried Herbst.

So bleibt aktuell die Gaisberg-Buslinie die einzige Alternative zum Individualverkehr - eine wenig attraktive Linie, denn die Busse fahren nur am Wochenende im Stundentakt und zudem nur ab der Stadtgrenze hinauf auf den Gaisberg.
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