Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Justitia (Bild: ORF/G.H.)
JUSTIZ
Missbrauch: Mildere Strafen für Sextouristen
Am Landesgericht wurden am Donnerstag zwei Sextouristen im Berufungsverfahren zu milderen Strafen verurteilt. Die Männer hatten in Marokko Buben für Sex bezahlt. Im ersten Verfahren wurden sie zu einem halben Jahr unbedingter Haft verurteilt.
Strafen waren Angeklagten zu streng
Die Strafen aus dem ersten Verfahren - sechs Monate unbedingte Haft - waren den beiden Angeklagten zu streng, deshalb hatten sie Berufung angemeldet.

Für schuldig gesprochen wurden die beiden homosexuellen Männer beim ersten Verfahren, weil sie während ihres Marokko-Urlaubs minderjährige Buben für Sex bezahlt hatten.
Die Taten liegen vier Jahre zurück.
Rein formale Gründe für Straf-Milderung?
Unter Ausschluss der Öffentlichkeit verhandelte das Gericht am Donnerstag eine knappe Stunde. Das Urteil fiel dieses Mal etwas milder aus: die Männer bekommen Strafen über 18 und 22 Monate, jeweils vier Monate davon müssen sie unbedingt hinter Gitter.

Der Grund für die Milderung ist eher ein formaler, nämlich die Prozessdauer. Die Taten liegen vier Jahre zurück, auch das Verfahren selbst dauert schon lang und wurde von der Staatsanwaltschaft etwas verzögert.

Ins Gefängnis müssen die beiden Männer im Alter von 67 und 62 Jahren aber jedenfalls und das werten Gerichtsbeobachter als Erfolg. Denn es ist ein Zeichen, dass Sextourismus nicht ungestraft bleibt.
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