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MI | 11.04.2012
Marlene Streeruwitz (Bild: APA)
KULTUR
Festspiele für Streeruwitz "faschistoid"
Die österreichische Schriftstellerin und Dramatikerin Marlene Streeruwitz hat die Salzburger Festspiele als "faschistoid" kritisiert.
Salzburger Festspiele. Bild: Gerald Lehner Interview im Deutschlandradio Kultur
Die Festspiele seien eine elitäre und reaktionäre Einrichtung, die der Selbstdarstellung bestimmter gesellschaftlicher Schichten diene, sagte Streeruwitz dem Deutschlandradio Kultur.

Das habe etwas "Faschistoides", zitierte die APA aus dem Interview.
"Antidemokratisch"
"Ich glaube, wir müssen Kultur völlig anders denken und sagen, das ist keine, das ist nicht Kultur", sagte die Autorin von provokanten Bühnenstücken. Die Festspiele hätten bei ihrer Gründung 1920 vor allem den Mythos Österreich stärken sollen.

Der Anspruch der Spiele, das Unerhörte bieten zu wollen, basiere auf einem relativ reaktionären Kulturverständnis. Das sei etwas, was heute ganz sicher anti-demokratisch sei und auch damals anti-demokratisch gedacht war.
Provokante Bücher und Bühnenstücke
Die 59-jährige Schriftstellerin sorgte mit ihren provokanten, oft feministisch gefärbten Büchern und Bühnenstücken ab den 1990er Jahren für Aufsehen.

Neben Elfriede Jelinek gilt sie als eine der kreativsten Dramatikerinnen Österreichs.
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