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MI | 11.04.2012
Bauernaufstand (Bild: Frieden Schuetzen)
TOURISMUS
Tourismusprojekt zum Bauernaufstand 1809
Sieben Gemeinden in Salzburg, Tirol und Bayern haben sich zu einem Ausstellungs- und Tourismusprojekt zusammengefunden, für das sie fast eine halbe Million Euro EU-Geld erwarten können. Es nennt sich "Frieden Schützen 1809-2009".
200-Jahr-Jubiläum als Anlass
Anlass für das gemeinsame Projekt ist das 200-Jahr-Jubiläum des Bauernaufstandes gegen Napoleon, der sich in Salzburg am Pass Lueg konzentrierte.

Aus Werfen (Pongau) und Golling (Tennengau) kam der Anstoß, nach drei Jahren Arbeit in den Gemeinden und im Eu-Regio-Büro fließt nun Geld.
Zwei Ortschef sind Schützen-Kommandanten
Es ist kein Zufall, dass sowohl der Werfener als auch der Gollinger Bürgermeister Kommandanten von Struber-Schützen sind. Von den beiden ging die Initiative aus, sich 200 Jahre danach an die kriegerischen Ereignisse vom Pass Lueg 1809 mit einem friedlichen Fest zu erinnern.

Tirol und Bayern boten sich als Partner an und so gehören nun Waidring in Tirol, Unken und Lofer (Pinzgau), Schneizlreuth und Inzell (Bayern) sowie Golling und Werfen zum Projekt " Frieden Schützen -1809-2009."
Ausstellung auf Burg Golling und in Werfen
Besonders willkommen ist das EU-Geld in Golling und Werfen, wo die Gemeinden dadurch beim Revitalisieren ihrer historischen Gebäude einen Schritt weiter kommen.

Die auf mindestens fünf Jahre angelegte Ausstellung über das Leben und die Ereignisse von 1809 wird in Golling auf der Burg und in Werfen im alten Gerichtsgebäude zu sehen sein.
Werfner Ortschef: "Vorerst nur Nullrechnung"
Von Umwegrentabilität will der Werfener Bürgermeister Franz Meißl (SPÖ) aber noch nicht sprechen:

"Man muss zunächst einmal froh sein, wenn man eine Nullrechnung zusammen bringt. Aber das ganze hat ja einen anderen Hintergrund. Die Gebäude wurden leer und es war höchstes Interesse der Gemeinde, die Gebäude in deren Besitz zu bekommen, damit sie auch bestimmen kann, was dort passieren soll", sagt Meißl.
Gollinger Bürgermeister: "Interesse enorm"
Der Gollinger Bürgermeister Anton Kaufmann (ÖVP) erwartet durch das Projekt einen Schub im Tourismus:

"Die diversen Veranstaltungen ziehen natürlich touristisch ihre Kreise. Auch unsere Veranstaltung wurde über Internet europaweit ausgeschrieben und es gibt dazu bereits viele Anfragen", sagt Kaufmann.
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