Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Das brennende Schloss Arenberg (Bild: ORF)
CHRONIK
Schloss-Großbrand in der Stadt Salzburg
In der Stadt Salzburg ist das Schloss Arenberg in Brand geraten. Die Feuerwehr ist im Großeinsatz und versucht, das Gebäude zu retten. Zwei Personen erlitten Rauchgasvergiftungen, ein Feuerwehrmann kollabierte.
Dachstuhl in Flammen
Mehr als 100 Mann der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr und der Feuerwehr Wals waren beim Schloss Arenberg hinter dem Unfallkrankenhaus im Einsatz. Der Dachstuhl des Gebäudes geriet gegen 15.30 Uhr in Flammen.

Das Feuer dürfte nach ersten Erkenntnissen bei Schweißarbeiten im Dachboden ausgebrochen sein.
Das brennende Schloss Arenberg (Bild: ORF)
Dach muss aufgeschnitten werden.
Löscharbeiten von Drehleitern aus
Der gesamte Dachboden füllte sich mit Rauch, was den Einsatz für die Feuerwehren extrem schwierig machte - es gab auch mit schwerem Atemschutz kein Durchkommen.

Deshalb mussten die Feuerwehrleute mittels Drehleitern von außen den Brand im Dachstuhl bekämpfen - sie mussten das Dach aufschneiden, um das Feuer löschen zu können. Der Einsatz auf dem Dach ist für die Einsatzkräfte gefährlich - unter anderem wegen der Rutschgefahr.
Feuerwehrmann wird versorgt (Bild: ORF) Feuerwehrmann unter Verletzten
Zwei Personen mussten vom Roten Kreuz mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Ein Feuerwehrmann kollabierte während des Einsatzes und musste ärztlich versorgt werden.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Dachstuhl zerstört, Kunstgegenstände gerettet
Sämtliche Kunstgegenstände konnten rechtzeitig gerettet und in Sicherheit gebracht werden.

Der Dachstuhl des Schlosses düfte bei dem Feuer zur Gänze zerstört werden, sagte Eduard Schnöll, Chef der Salzburger Berufsfeuerwehr. Schäden durch Löschwasser am Gebäude ließen sich ebenfalls nicht verhindern. Um den in Vollbrand stehenden Dachstuhl zu löschen, seien große Mengen Wasser unverzichtbar.

Der Brand sei zwar mittlerweile unter Kontrolle, der Löscheinsatz werde aber bis tief in die Nacht dauern, betonte Schnöll.
Ungewissheit über Feuer- und Wasserschaden
"Ich stehe jetzt schon eineinhalb Stunden da, und ich weiß eigentlich nicht, was man noch machen kann - außer die Leute bewundern und ihnen dankbar sein, mit welchem Einsatz die da bei der Sache sind", sagte Heinrich Spängler, Vorsitzender der Stiftung, der das Schloss gehört.

Für den Bankier ist auch ungewiss, "was der Feuer- und Wasserschaden da sein wird".
Rauch des Schlossbrandes vom Nonnberg aus (Bild: ORF)
Anrainer sollen Fenster geschlossen halten.
Starke Rauchentwicklung
Der Rauch des Großbrandes war in der weiteren Umgebung zu sehen.

Die Anrainer in der Steingasse und Arenbergstraße sollten wegen der großen Rauchentwicklung die Fenster schließen, empfahl die Feuerwehr.
Biedermeier-Bau
An der Stelle des Schlosses Arenberg ist seit dem 14. Jahrhundert ein Bau dokumentiert. Das jetzige Gebäude wurde 1814 errichtet und in den 1860er Jahren erweitert.

Seit 2001 gehört es der Salzburg Stiftung der American Austrian Foundation und wird für Ärztekonferenzen genützt.
Ganz Österreich
Salzburg News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News