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MI | 11.04.2012
Herbert Hübel (Bild: ORF)
SPORT
"Es gab keine Manipulationen" im ÖOC
Nach den Turbulenzen um den Abgang von ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth soll der Salzburger Anwalt Herbert Hübel dem Olympischen Komitee eine neue Struktur geben. Für den Juristen ist jetzt schon eines klar: Im ÖOC "gab es keine Manipulationen".
Reform "wird gelingen"
Herbert Hübel soll das Österreichische Olympischen Komitee wieder in ruhigeres Fahrwasser führen. Nach den fragwürdigen finanziellen Transaktionen rund um die Salzburger Olympiabewerbung 2014 und dem mehr oder weniger freiwilligen Rücktritt von Generalsekretär Heinz Jungwirth stehen die Zeichen im ÖOC auf Sturm.

Im Interview mit "Salzburg heute" gibt sich Reformer Hübel aber zuversichtlich: "Diese Übung wird mit Sicherheit gelingen. Davon können Sie ausgehen."

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Herbert Hübel im Gespräch mit Franz Grießner, ORF Salzburg Sport.
Hübel nach Rücktritt von Heinz Jungwirth.
"Kann nichts von Affären berichten"
Vor dem Rücktritt von ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth war von einem luxuriösen Anwesen, von Reitpferden, von einem großen Fuhrpark die Rede.

Für Hübel hat das aber keine Bedeutung: "Ich kann auch Ihnen nicht vorhalten, wenn Sie einen Porsche fahren und sagen: Welches Licht wirft das auf den ORF? Das Eine ist privat - das Leben des Dr. Jungwirth. Das Andere ist das ÖOC: Da gab es keine Manipulationen, es gab keine Bereicherungsvorwürfe, soweit ich es gesehen habe. Ich bin zwar erst seit kurzem dabei und quasi als Newcomer beauftragt worden, die Strukturen zu überarbeiten. Aber von Affären oder Causen kann ich nichts bestätigen und nichts darüber berichten."
Olympia 2014: "Keine Leiche im Keller"
Spätfolgen der gescheiterten Salzburger Olympiabewerbung für 2014 sieht Hübel nicht: "Ich gehe davon nicht aus. Aber ich bin davon überzeugt, dass wohl unsere Politiker hier in Stadt und Land Salzburg als unsere Vertreter im ÖOC hier keine Leiche im Keller liegen haben lassen oder jemals hingelegt haben - seien Sie versichert."
Hübel will ÖOC-Reform "auf kurzem Wege umsetzen".
Ziel: Klare Entscheidungswege, Transparenz
Für die neuen ÖOC-Struktur hat der Anwalt einige Ziele: "Dazu gehört die Transparenz, dazu gehören die klaren Entscheidungswege. Und das wollen wir jetzt auf kurzem Wege und in rascher Zeit umzusetzen versuchen."

Dass er mit dem Salzburger ÖVP-Politiker Peter Haubner eine Art 'Salzburger Achse' im Olympischen Komitee bilden könnte, glaubt Hübel nicht: "Alle, die mir bekannt sind, sind an der Sache interessiert. Freilich: Wenn man einen Salzburger Freund wiedertrifft, freut es einen doppelt. Aber eine Salzburger Achse - so vermessen wollen wir nicht sein, das kann man nicht sagen."
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