Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Dachstein, Gosaukamm, Bischofsmütze. Bild: Gerald Lehner; bergrettung.at
WIRTSCHAFT
Dachstein-West: Fusion von Liften angepeilt
Die Forderung von Touristikern nach einer Fusion der drei Liftgesellschaften im Verbund Dachstein-West hat interne Diskussionen entfacht. Auch Gesellschafter und Ex-Finanzminister Hannes Androsch ist für mehr Zusammenarbeit.
In Rußbach viele Fragen offen
Androsch ist Gesellschafter der Lifte auf oberösterreichischer Seite des Verbundes. Er sieht die Zukunft der Skiregion nur in einer engen Kooperation der Beteiligten.

Für die Rußbacher Liftgesellschaft auf Salzburger Seite im Tennengau sind dagegen noch viele Fragen ungeklärt.
Sanierungskonzept für Annaberg nötig
Die Skiregion Dachstein West mit den Gemeinden Gosau, Rußbach und Annaberg muss dringend investieren - in neue Lifte und in einen großen Speicherteich für die Schneekanonen.

Auf mehr als 18 Milionen Euro wird der Finanzbedarf geschätzt. Die Annaberger Liftgesellschaft kämpft andererseits ums Überleben. Derzeit wird an einem Sanierungskonzept für Annaberg gebastelt.
Hannes Androsch (Bild: APA/ROLAND SCHLAGER) Androsch kritisiert "Engstirnigkeit"
Ein Zusammenschluss der drei Liftgesellschaften würde die gesamte Region stärken, sagt Ex- Finanzminister Hannes Androsch, einer der Gesellschafter der Gosauer Bergbahnen:

"Ob es gleich eine Fusion sein muss, weiß ich nicht. Eine Zusammenarbeit ist sicher intelligent. Ich wollte das immer. Aber wegen allen engstirnigen, örtlichen und landesbezogenen Interessen hat das bisher nicht stattgefunden. Wenn jeder so im Schrebergarten allein weitermacht, wird das in Zukunft nicht zu bewältigen sein."
Rußbacher vermissten Vorschläge
Intern heisst es, dass sich vor allem die Russbacher Liftgesellschaft gegen eine Fusion mit den Tarif- und Marktingpartnern der Skiregion Dachstein-West querlege.

Deren Geschäftsführerin Barbara Kronreif verweist darauf, dass die Rußbacher Liftgesellschaft sehr gut funktioniere: "Der Tarifverbund funktioniert seit 1980 sehr gut. Falls es neue Vorschläge gibt, müssten wir das von den Herrschaften einmal erfahren. Wir haben bis dato noch keinen Vorschlag bekommen."
Viele Teilhaber bei Rußbacher Liften
An der Rußbacher Skiliftgesellschaft sind mehrere Dutzend Einzelpersonen und Firmen beteiligt. Diese auf eine Seite zu bringen, werde sehr schwierig, heißt es dazu in Annaberg. Zwischen den Verantwortlichen in Annaberg und Gosau gebe es bereits intensive Kontakte und Gespräche.

Wenn sich schon nicht Rußbach beteiligt, dann könnten zumindest die anderen beiden Partner bald eine gemeinsames Liftunternehmen gründen, ist die Hoffnung in Annaberg.
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