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MI | 11.04.2012
Markus Fauland, BZÖ-Spitzenkandidat in Salzburg. Bild: APA/Veronika Wimmer
WAHLKAMPFSTART
BZÖ-Kampfansage an ÖVP: "Angstschweiß"
Das BZÖ beginnt Sonntag mit seinem Neujahrstreffen in Salzburg den Landtagswahlkampf. Rund 400 Sympathisanten sind ins Kongresshaus in der Landeshauptstadt gekommen.
"Noch zu riechen im Kongresshaus"
Vor allem von der Salzburger ÖVP wollen die Orangen am 1. März viele Wählerstimmen abschöpfen, sagt Spitzenkandidat Markus Fauland: "Wilfried Haslauer hat das ja ganz klar erkannt in seiner Rede bei der ÖVP. Jede Stimme für das BZÖ ist eine verlorene Stimme für die Volkspartei. Man kann auch in diesen Räumen hier im Kongresshaus noch immer den Angstschweiß der ÖVP riechen. Die ÖVP wird nicht nur unseren Hauch im Rücken spüren, dieser Hauch wird ein Orkan werden."

Das BZÖ wird am ersten März auch in allen fünf Salzburger Gauen antreten. In allen Salzburger Bezirken hat das BZÖ genug Unterschriften für das Antreten am 1. März gesammelt.

Dann gilt es die Fünf-Prozent-Hürde zu nehmen - denn erst die führt zu einem Sitz im Salzburger Landtag. Jüngste Meinungsumfragen sehen die Orangen aber nur bei drei Prozent.
Claudia Haider bei BZÖ-Wahlkampfstart in Salzburg. Bild: APA/Veronika Wimmer
Claudia Haider bei BZÖ-Wahlkampfstart in Salzburg. Bilder: APA/Veronika Wimmer
Schwerpunkt Klein- und Mittelbetriebe
Der 41 Jahre alte BZÖ-Spitzenkandidat Markus Fauland aus Wals (Flachgau) will den Einzug in das Landesparlament dennoch schaffen:

"Die Ausrichtung ist ganz klar definiert. Wir sehen uns als neue bürgerliche Bewegung Mitte-Rechts. Wir werden diesen bürgerliche Bereich ganz stark ansprechen, wie es Jörg Haider im letzten Nationalratswahlkampf gemacht hat. Unser Schwerpunkt liegt ganz klar im Sicherheitsbereich, aber bei der Wirtschaft, bei den Klein- und Mittelbetrieben. Weiters thematisieren wir die Unabhängigkeit von Energie aus dem Ausland, denn gerade die Gaskrise zeigt ja, dass man vom Ausland so weit als möglich unabhängig sein sollte."
Prominenz mit Frauen
Jörg Haider selbst habe das Ziel Landtagssitz noch ausgegeben. Hand in Hand mit ihren Frauen zog die BZÖ-Prominenz jedenfalls in den Saal im KOngresshaus ein: Bundesobmann Herbert Scheibner, Fauland selbst, dazu noch Haider-Witwe Claudia und der enge Haider-Vertraute Stefan Petzner.

"Zeit für Neues, Zeit für Taten. Salzburg ist mehr" - so titelt das BZÖ in seinem Wahlkampf. Ob das für einen Landtagssitz reicht. In genau sechs Wochen wird man es wissen.
Wer führt die Bundespartei?
Der interimistische BZÖ-Chef Herbert Scheibner schließt eine Kandidatur für den Parteivorsitz nicht mehr kategorisch aus.

"Wir alle, wie wir hier sind, wie wir Funktionen haben, auch ich - wir sind bereit, auch in Zukunft für das BZÖ und im BZÖ Führungsaufgaben zu übernehmen", sagte Scheibner beim Neujahrstreffen der Partei in Salzburg. Bisher hatte Scheibner eine Kandidatur beim Parteitag, der Ende März/Anfang April stattfinden soll, stets ausgeschlossen und sich nur als "Übergangslösung" bezeichnet.
Personalfragen in Serie
Eine explizite Bewerbung um die Parteiführung sieht Scheibner in seiner neuen Aussage zwar nicht, wie er im Anschluss an das Neujahrstreffen vor Journalisten klar machte. "Wir führen diese Personaldebatte nicht mehr", sagte Scheibner. Es sei aber ein Fehler gewesen, den Eindruck entstehen zu lassen, dass niemand im BZÖ die Parteiführung übernehmen wolle. Daher habe er nun klar gestellt, dass das BZÖ viele qualifizierte Führungspersönlichkeiten aufzuweisen habe.

Zuletzt hatte Scheibner Klubchef Josef Bucher nach vorne gerückt und sich für eine Zusammenlegung der Chefposten in Partei und Parlamentsklub ausgesprochen. Bucher hatte daraufhin abgewunken und wiederum Interimsparteichef Scheibner als Dauerlösung ins Spiel gebracht.
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