Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Karl Schnell beim FPÖ-Wahlkampfauftakt 2004 im Müllner Bräustübl (Bild: APA)
Wahlkampf 2004 im Müllner Bräu
"PROFIL"
Schnell als Redner bei Republikanern
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner neuen Ausgabe berichtet, trat der Salzburger FPÖ-Obmann Karl Schnell am 21. Juni 2008 bei einer Veranstaltung der nationalistischen deutschen Rechtspartei Die Republikaner auf.
Schnell-Zitat im Nachrichtenmagazin: "Rechtsparteien der Mitte" seien schuld, "dass Schwarzafrikaner in Lederhose das Bier bringen."
Dewinter ebenfalls zu Gast
Schnell war zur Sommersonnenwende als Gastredner zum "Europakongress der Republikaner" im bayrischen Rosenheim geladen. Laut "profil" warnte Schnell in seiner Ansprache vor "so genannten Rechtsparteien der Mitte wie CDU, CSU und ÖVP". Diese seien schuld daran, dass mittlerweile "der Schwarzafrikaner in Lederhose in München als Kellner die Maß Bier" bringe.

Neben Karl Schnell trat laut "profil" bei der Veranstaltung auch Filip Dewinter auf, Chef des rechtsextremen flämischen "Vlaams Belang" aus Belgien.
Schnell hat Strache vertreten
Schnell bestätigte den Inhalt des Berichtes im "profil" im Gespräch mit der APA und sprach "von einer ganz harmlosen Veranstaltung", bei der er FPÖ-Bundeschef Heinz-Christian Strache vertreten habe.

Bei dem Kongress war auch Filip Dewinter, Chef des rechtsextremen flämischen "Vlaams Belang", aufgetreten. Dieser habe "eine ganz harmlose Rede" gehalten, sagte Schnell. Man solle endlich mit der "Faschismuskeule" aufhören, ärgert sich der FP-Chef, der seinen Besuch in Bayern verteidigte. Er habe bei den Republikanern einige Freunde. Diese wären "absolute Demokraten und verwehren sich massivst gegen jeden Rechtsradikalismus." Diese Freunde hätten mit rechtsextremem Gedankengut nichts zu tun.
FPÖ sei nicht rechtsradikal, sagt Schnell
Er bekenne sich dazu, dass die FPÖ eine Rechtspartei sei und auf demokratischem Boden stehe, sagte Schnell: "Nur weil wir gewisse Dinge aufzeigen, sind wir nicht rechtsradikal."

Er distanziere sich von jeder Form des Rechtsextremismus, meinte der Salzburger FP-Obmann: "Bei den Leuten, die ich kenne, ist sicher kein Rechtsradikaler dabei."
Koalitionsvariante?
SPÖ-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hatte zuletzt eine Zusammenarbeit mit der Salzburger FPÖ und Karl Schnell nach den Landtagswahlen nicht mehr ausgeschlossen.
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