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MI | 11.04.2012
Schloss Arenberg mit Park (Bild: ORF)
STADT SALZBURG
Streit um Schlosspark Arenberg
Über den Park von Schloss Arenberg in der Stadt Salzburg ist ein Streit entbrannt. Das Anwesen gehört der American Austrian Foundation, die dort einen Skulpturenpark aufbaut. Mittlerweile sei der Park aber verriegelt, ärgert sich die Bürgerliste.
17.000 Quadratmeter dichtgemacht
Rund um das renovierte Schloss Arenberg zwischen Kapuzinerberg und Bürglstein liegen 17.000 Quadratmeter Erholungswald. Hier will die American Austrian Foundation bis zum Sommer einen hochkarätigen Skulpturenpark errichten - mit Werken aus der Stiftung Würth.

In den vergangenen Wochen sei der über viele Jahrzehnte frei zugängliche Park dichtgemacht worden - mit einem Erdwall, einem Zaun und einem Tor -, ärgert sich Bürgerlisten-Obmann Helmut Hüttinger.
Schließung jetzt für Hüttinger "unzumutbar".
"Park seit vielen Jahrzehnten zugänglich"
"Das ist ein Park, der seit vielen Jahrzehnten der Öffentlichkeit zugänglich ist, in dem es ein Wegerecht gibt - nämlich einen Durchgang von der Arenbergstraße zur Bürglsteinstraße, und in dem es eine Möglichkeit gab, dass sich Anrainer aufgehalten haben", so Hüttinger.

"Und die American-Austrian Foundation, die diesen Park gekauft hat, hat in ihren Vereinbarungen mit der Stadt ausdrücklich zugestanden, dass der Park öffentlich bleibt. Jetzt wird der Park verriegelt und verschlossen. Ich halte das für unzumutbar. Wir verlangen daher, dass der Park sofort wieder geöffnet wird."
Bis zum Sommer fertig, dann Neueröffnung
Bei der Salzburg-Stiftung der American Austrian Foundation versteht man die Aufregung nicht - die Parkanlage werde im Sommer, wenn der Skulpturenpark fertig gestellt ist, wieder für die Salzburger offen sein.

Ein Wege-Recht gebe es aber keines: "Wenn Sie im Grundbuch nachschauen, werden Sie sehen, dass hier kein Wegerecht drinnen ist", sagt Bankier Heinrich Spängler, Präsident der Salzburg-Stiftung der American Austrian Foundation, "Aber die Absicht der Stadt und von uns, den Skulpturenpark der Öffentlichkeit zugänglich zu machen."
Haftung Grund dafür, dass Park jetzt zu ist
Die halbfertigen Wege und Podeste seien der Grund, warum der Park schon jetzt geschlossen ist, obwohl noch keine Figuren stehen, betont Spängler: "Wir sind für alles haftbar, was da passiert - aus diesem Grund können wir jetzt den Zugang nicht ermöglichen."

Der Skulpturenpark werde eine Bereicherung für Salzburg sein - ist man bei der Foundation überzeugt. Die genauen Öffnungszeiten für den Park müssen aber erst verhandelt werden.
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