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MI | 11.04.2012
Die gesperrte Staufenbrücke (Bild: ORF)
Bad Reichenhall
Fußgängerbrücke von Einsturz gefährdet
Die Staufenbrücke in Bad Reichenhall (Bayern) ist vom Einsturz bedroht, denn beim Bau der Brücke wurde schlechter Stahl verwendet, der jetzt rostet. Reißt dieser, stürzt die Fußgängerbrücke ein, doch trotz der Sperre wird sie weiter benützt.
Kilometerlanger Umweg vielen zu lange
Durch Verbotstafeln und Sperrgitter wurde die Brücke über die Saalach von der Stadt gesperrt, aber das Verbot hält dutzende Menschen nicht davon ab, über die Staufenbrücke zu gehen, wie die Fußspuren im Schnee zeigen. Offenbar ist ihnen der kilometerlange Umweg bis zur nächsten Brücke zu lang.

"Bis jetzt sind sie da ja mit den Mopeds und Rädern drüber gefahren. Auch Schulkinder und Jugendliche gehen immer darüber, es ist ja die wichtigste Verbindung nach Piding", sagt einer der Passanten.
Fußspuren auf der eingeschneiten Brücke (Bild: ORF)
"Wir wissen nichts Konkretes. Einmal heißt es, die Brücke ist ein Jahr gesperrt, dann heißt es, es wird ein Provisorium gemacht."
Reißen die Stahlstränge, bricht die Brücke ein
1957 wurde die Brücke gebaut, mit korrosionsanfälligem Stahl, wie sich jetzt herausstellte. Probeuntersuchungen der Stadt ergaben, dass der Stahl unter dem Beton rostet. Stahlstränge in diesem Betonkasten halten das Bauwerk zusammen - reißen sie, stürzt das Tragwerk ein, trotz der Pfeiler im Fluss.

"Wir wissen nichts Konkretes. Einmal heißt es, die Brücke ist ein Jahr gesperrt, dann heißt es, es wird ein Provisorium gemacht, dann ist sie doch wieder auf eigene Gefahr begehbar", erklärt eine Wirtin aus Bad Reichenhall.

Bis Weihnachten muss sich entscheiden, ob die Staufenbrücke abgerissen wird oder doch stehen bleiben kann.
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