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MI | 11.04.2012
Wahl 08 (Bild: ORF)
Nationalratswahl
Erster Trend: Gesunkene Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung bei der Nationalratswahl in Salzburg dürfte nach aktuellen Schätzungen zu Folge hinter der von 2006 bleiben...
Entscheidende Trends in großen Bezirken
In Tamsweg-Seetal ist die Wahl schon vorbei, ebenso in Obertauern. In Hintersee oder Weißbach wurde die Wahlkabine um Punkt 13.00 Uhr geschlossen.

Die entscheidenden Trends dürften aber die großen Bezirke liefern, der Flachgau und die Stadt Salzburg. In der Landeshauptstadt sei die Wahlbeteilung im Vergleich zu 2006 gesunken, sagt Wahlamtsleiter Franz Schefbaumer.
In der Stadt Salzburg.
"Etwa zehn Prozent weniger Wahlbeteiligung"
"Eine Stichprobe im Vergleich zur Nationalratswahl 2006 hat ergeben, dass derzeit etwa zehn Prozent weniger Wahlbeteiligung ist als im Jahr 2006. Ich glaube, dass das kein richtiger Trend ist, denn bei diesen zehn Prozent sind ja auch die ausgestellten Briefwahlkarten enthalten", erklärt Schefbaumer und er fährt fort:

"Wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt ja nicht, wie viele Wähler letztendlich von der Briefwahl Gebrauch machen und jener, der davon Gebrauch macht, geht ja nicht ins Wahllokal. Man wird also erste den Rücklauf der Briefwahlkarten abwarten müssen, um eine tatsächliche Beteiligung zu sehen."
"Das heißt, dass etwa die Prozentzahl, die die Jugendlichen als Wahlberechtigte ausmachen, dann auch zur Wahl gehen."
Jung-Wähler verhalten sich neutral
Was die wahlberechtigten Jugendlichen betrifft, so spricht Schefbaumer von einem neutralen Verhalten dieser: "Das heißt, dass etwa die Prozentzahl, die die Jugendlichen als Wahlberechtigte ausmachen, dann auch zur Wahl gehen. Es gehen weder besonders viele, noch besonders wenige Jugendliche zur Wahl."

Schon bei der Wahl 2006 hat die Wahlbeteiligung in Salzburg mit 77 Prozent einen historischen Nachkriegs-Tiefststand erreicht. Jetzt könnte dieser Wert also noch weiter sinken. Ob die Möglichkeit der Briefwahl dabei wirklich einen entscheidenden Einfluss hat, wird sich erst am 6. Oktober zeigen. Dann werden die Briefwahlstimmen abgerechnet.
"Ich habe den Wahlkampf als überflüssig empfunden."
Wähler-Meinungen zum Wahlkampf
"Am Anfang war der Wahlkampf eher ruhig und dann ist es schon ziemlich zur Sache gegangen. Mir kommt vor, die Regierung hat in den letzten zwei Monaten mehr Zustande gekriegt, als in der ganzen Zeit davor. Da haben sie eh nur gestritten und jetzt haben sie halt Dinge beschlossen damit sie die Wähler wieder zurückbekommen", kommentierte ein Salzburger Wähler den diesjährigen Wahlkampf.

Ein anderer sagt dazu: "Ich habe den Wahlkampf als überflüssig empfunden. Die ganze Wahlwerbung gehört eigentlich sowieso abgeschafft, diese Plakate und das braucht man ja eigentlich nicht. Jede Partei sollte stattdessen einfach ihr Programm per Post schicken und vielleicht die Debatten im Fernsehen sollten sie machen, aber alles andere ist ja hinausgeschmissenes Geld."
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