Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Karl Berktold, Militärkommandant von Salzburg. Bild: bundesheer.at
PLÄNE & DISKUSSIONEN
Militärchef gegen Gefängnis in Wals
Nach dem Walser Bürgermeister Ludwig Bieringer (ÖVP) sträubt sich Militärkommandant Karl Berktold gegen Pläne von Justizministerin Maria Berger (SPÖ). Diese will weiterhin das Gefängnis in der Schwarzenbergkaserne bauen.
Heer will Logistik-Zentrum nicht hergeben
Der Plan für das neue Gefängnis ist keine zwei Tage an der Öffentlichkeit - und schon scheint er sich zu zerschlagen. Schon am Dienstag hat der Walser Bürgermeister Ludwig Bieringer sein Veto eingelegt - seine Gemeinde werde die nötigen Umwidumgen sicher nicht bewilligen, sagt der ÖVP-ler.

Und jetzt winkt auch der Salzburger Militärkommandant Karl Berktold ab: "Dieses Areal von 30.000 Quadratmetern ist ein wichtiger Teil des Logistikzentrums des Bundesheeres. Wir haben hier sehr wichtige Werkstätten, die in den letzten Tagen neu errichtet oder generalsaniert wurden. Da wurden mehr als fünf Millionen Euro investiert. Die Gebäude müssten - wenn es so kommen würde - wohl abgerissen und anderswo errichtet werden. Auch aus wirtschaftlichen Überlegungen ist diese Sache nicht realisierbar."
Ministerin will verhandeln
Berktolds Chef, Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ), hat den Plänen für das neue Gefängnis aber sehr wohl und grundsätzlich zugestimmt.

Und Justizministerin Berger bleibt dabei: Sie wünscht sich laut einem Sprecher weiterhin, dass das neue Gefängnis auf das riesige Areal der Salzburger Schwarzenbergkaserne kommt. Mit ihren Kritikern will sie nun verhandeln.
Im Banne der Wahl
Auch Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) will sich in die Gespräche einklinken. Sie favorisiert ebenfalls die Variante in der Schwarzenbergkaserne.

Doch zuerst wartet man gespannt auf den Wahlergenis am Sonntag. Es könnte andere Akteure auf Ministersessel hieven. Wer weiß, ob dann nicht wieder alles anders ist?
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