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MI | 11.04.2012
Das EM-Stadion in Kleßheim (Bild: APA/Fohringer)
Wals - Klessheim
Widerstand gegen Stadiongenehmigung
Die Parkplätze beim Stadion reichen schon jetzt nicht, eine Umweltverträglichkeitsprüfung sei dringend notwendig - so reagieren die Anrainer auf die Pläne für das EM-Stadion in Wals-Kleßheim, das ja im jetzigen, ausgebauten Zustand bleiben soll.
"Eigentlich gehört uns ein Orden dafür, dass wir nicht für zehn Spiele einen Parkplatz irgendwo schaffen."
Geschäftsführer hält Parkplätze für unnötig
30.000 Zuschauer im Kleßheimer Stadion - oft wird es das nicht geben, nur bei einigen Spitzenspielen und dann nur, wenn Salzburg einmal die Europacup-Qualifikation schafft.

Stadion-Geschäftsführer Alfred Denk hält weitere Parkplätze daher nicht für nötig: "Eigentlich gehört uns ein Orden dafür, dass wir nicht für zehn Spiele einen Parkplatz irgendwo schaffen, den versiegeln und dann nur zehn Mal nützen, sondern, dass wir auf bestehende Parkplätze zurückgreifen und dafür eben Busshuttles zur Verfügung stellen und eine dementsprechende Anbindung haben."
Gewerbliche Anrainer verlangen Konzept
Anders sehen das die Anrainer und zwar nicht nur Taxhamer Bewohner, sondern vor allem die gewerblichen Anrainer, wie die Firma Kaindl zum Beispiel. Deren Chef, Leonhard Schitter, verlangt ein neues Verkehrskonzept und Verhandlungen dazu mit der Stadiongesellschaft.

Europark-Manager Christoph Andexlinger wiederum hält externe Parkplätze - etwa bei der Messe - für völlig sinnlos. Die Fußballfans würden trotzdem mit dem Auto kommen und eben einfach wild parken.

"Das kann man bei jedem Spiel beobachten. Sie müssen nur rund um den Europark und nach Taxham gehen, da stehen jedes Mal hunderte Autos", meint Andexlinger.
"Wenn jetzt ein Gesetz dafür geändert wird, um ein Provisorium auf Dauer legal zu machen, dann ist das einfach der falsche Weg."
Umweltverträglichkeitsprüfung
Der Europark-Manager verlangt klare Zusagen, die auch eingehalten werden: "Es wurde zugesagt, dass das Stadion rückgebaut wird, jetzt sieht das anders aus. Es wurde versprochen, dass es nur dann nicht rückgebaut wird, wenn es eine passende Verkehrsregelung gibt und die gibt es bis dato nicht. Jetzt geht man noch einen Schritt weiter - wenn jetzt ein Gesetz dafür geändert wird, um ein Provisorium auf Dauer legal zu machen, dann glaube ich, ist das einfach der falsche Weg."

Christoph Andexlinger hofft jetzt auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung für das erweiterte Stadion. Ob eine derartige Prüfung überhaupt notwendig ist, soll jetzt ein amtliches Feststellungsverfahren klären. Alleine das kann aber bereits mehrere Monate dauern.
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