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MI | 11.04.2012
Das EM-Stadion in Wals-Kleßheim (Bild: APA/Gindl)
STADION KLESSHEIM
Brenner verteidigt Steuergeld für Red Bull
LHstv. David Brenner (SPÖ) - für Sport, Finanzen und Kultur zuständig - hat indirekte Subventionen für Red Bull verteidigt. Der Weltkonzern darf, wie berichtet, das Walser Stadion künftig Red Bull Arena nennen.
David Brenner (Bild: ORF)
Brenner
"Recht zu Red Bull weitergewandert"
Diese neue Regelung basiere auf einem Vertrag mit Rudi Quehenberger und dem alten Fußballverein Austria Salzburg aus dem Jahr 2002, das Stadion betreffend. Die Austria ist mittlerweile ausgeschieden und anderswo als eigener Verein tätig.

In diesem unbefristeten Mietvertrag, in dem nun Red Bull als Nachfolger der Austria der Partner ist, seien damals auch Namensrechte mitvergeben worden, sagte Brenner: "Damals war die Austria in finanziellen Nöten. Man hat sich damals dazu entschieden, um dem Fußballverein zusätzliche Einnahmen zu ermöglichen. Deshalb ist dieses Recht nun weiter an Red Bull gewandert, weil der Vertrag weiter existiert."
Land will "hochprofessionellen Fußball"
Nun könne man sicher nicht behaupten, dass Red Bull in finanziellen Nöten sei, sagte ORF-Redakteur Andreas Landrock. Warum habe man diesen früheren Bonus für Austria Salzburg nun auch dem Milliardenkonzern Red Bull zugestanden?

LHstv. Brenner betont, das Land habe die für die Steuerzahler günstigste Lösung gesucht: "Wir haben hochprofessionellen Fußball in dieser Stadt. Was wäre, wenn sich Red Bull in zwei bis drei Jahren überlegt, das Projekt Profifußball in Salzburg aufzugeben? Das wäre sicher nicht im Interesse des Landes. Wir sind froh, dass wir ein hervorragendes Stadion mit toller Infrastruktur haben. Das sollte auch genutzt werden."
Brenner verweist auf Zuschuss von Red Bull
Brenner sagte, das Stadion solle in der für die EM erweiterten Form erhalten werden. Dafür seien aber noch behördliche Genehmigungen nötig.

"Red Bull hat bereits jetzt für die Erweiterung des Stadions einen eigenen Zuschuss geleistet. Wenn man so will, gibt es damit schon eine Vorauszahlung, was die Miete betrifft. Wir haben diesen Prozess also schon vorweggenommen. Und daneben sind die höheren Betriebskosten selbstverständlich auch vom Verein abzudecken. Es gibt keine Notwendigkeit für weitere höhere Zahlungen durch den Verein."
Politisches Erbe von Othmar Raus
Der angesprochene alte Vertrag mit Red Bull ist unter Brenners Vorgänger Othmar Raus (SPÖ) zustande gekommen. Brenner hat diese Regelung gesetzlich geerbt.
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