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MI | 11.04.2012
Das EM-Stadion in Kleßheim (Bild: APA/Fohringer)
Klessheim
Stadion wird "Red Bull-Arena"
Das Land Salzburg verschenkt mehrere Millionen Euro an eines der reichsten heimischen Unternehmen, an Red Bull. Hintergrund ist die Neubenennung des Walser EM-Stadions in "Red-Bull-Arena", wie am Montag bekannt wurde.
Hypo Group zahlt in Kärnten 2,5 Mio. Euro
Jeder kennt die Namen, was ja auch Sinn der Sache ist: Allianz- oder Veltins-Arena, Emirates-Stadium oder das Fillmetallbau-Stadion in Ried.

Mit Stadionnamen können die Stadion-Eigentümer heutzutage Millionen verdienen, so kosten die Stadionnamen in Hamburg oder Dortmund zum Beispiel 15 bis 20 Mio. Euro.

In Österreich geht es eine Nummer kleiner: die Hypo Group muss etwa 2,5 Mio. Euro zahlen, um das Wörtherseestadion fünf Jahre lang Hypo-Group-Arena nennen zu dürfen. Die Stadt Klagenfurt verschenkt dieses Geld übrigens an die Austria Kärnten, quasi als Sondersportförderung.
Red Bull wird Stadionnamen nicht an Fremdfirma verkaufen.
Nur 20 Prozent vom Erlös an Gesellschaft
Die Salzburger Stadiongesellschaft verschenkt dafür gleich die millionenschweren Vermarktungsrechte selbst an ihren Hauptmieter Red Bull.

Maximal 20 Prozent eines möglichen Erlöses müsste Red Bull an die Salzburger Stadiongesellschaft abliefern, sagt deren Geschäftsführer Alfred Denk.

Nur: Red Bull denkt natürlich nicht daran, den Stadionnamen an eine fremde Firma zu verkaufen, weshalb das EM-Stadion jetzt bald Red-Bull-Arena heißen wird. Wieviel der Fuschler Getränkevermarkter dafür zahlen muss, ist unklar.
Geschenk beruhe auf altem Vertrag
Bei einem geschätzten Namenswert von drei bis vier Millionen Euro muss Bullen-Boss Dietrich Mateschitz mit Kosten von 750.000 Euro rechnen. Den Rest kriegt er vom Eigentümer, dem Land Salzburg, geschenkt.

Aus dem Büro von Sportreferent David Brenner heißt es als Begründung: das Millionen-Geschenk beruhe auf einem alten Vetrag mit Rudi Quehenberger und sollte ursprünglich die finanziell angeschlagene Austria retten.
Rad Bull hat alten Vertrag mit allen Vorteilen übernommen.
In Graz sehen Vereine keinen Cent
Außerdem seien die Namensrechte quasi in der Miete inbegriffen. Red Bull sei in diesen Vertrag dann einfach nachträglich eingestiegen - mit allen Vorteilen.

In Graz-Liebenau ist die Sache übrigens etwas anders geregelt, denn dort kassiert die Eigentümerin, die Stadt Graz, ganz allein für die Namensrechte. Aus dem mehrjährigen Vertrag mit Stadion-Namensgeber UPC sehen Sturm oder GAK keinen Cent.
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