Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Roco-Modelllok auf Schienen (Bild: ORF)
WIRTSCHAFT
Ex-Roco-Eigentümer muss vor Gericht
Peter Maegdefrau, ehemaliger Eigentümer und Geschäftsführer des Salzburger Modellbahn-Herstellers Roco, muss sich am 14. März vor Gericht verantworten. Er soll versucht haben, Vermögensanteile auf die Seite zu schaffen.
Zwischen 2002 und 2005.
Pleite "grob fahrlässig herbeigeführt"
Der Manager soll laut Anklage die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens in der Zeit von April 2002 bis Mai 2005 grob fahrlässig herbeigeführt haben. Im Juli 2005 musste Roco wegen Zahlungsunfähigkeit einen Konkursantrag stellen.

Durch das Verhalten Maegdefraus sei den Gläubigern der Roco Modellspielwaren GmbH und der Roco Anlagen GmbH ein Schaden von zumindest 87.506 Euro entstanden, wirft ihm die Anklage vor, bestätigt Staatsanwaltschafts-Sprecherin Barbara Feichtinger gegenüber der APA: Maegdefrau beteuert seine Unschuld.
300 Mitarbeiter verloren bei Pleite Job
Im Oktober 2005 übernahm eine vom Raiffeisenverband Salzburg gegründete Auffanggesellschaft Roco. Nach der Schließung des Werks in Hallein-Rif mit einem Abbau von 300 Mitarbeitern und der Verlagerung der Produktion nach Osteuropa erzielte der Modelleisenbahnhersteller 2006 einen Umsatz von 30,8 Mio. Euro und konnte damit die Planzahlen um rund eine Mio. übertreffen.

Im Herbst 2007 wurde Roco an den deutschen Baustoff-Unternehmer Franz-Josef Haslberger verkauft. Der Bayer übernahm vorerst angeblich 74 Prozent der Modelleisenbahn GmbH. Der Firmensitz ist nach wie vor in Salzburg-Bergheim.
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