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MI | 11.04.2012
Die freigelegten Grundmauern (Bild: ORF)
ERZABTEI ST. PETER
Fast 1.600 Jahre alte Grundmauern entdeckt
Unter der Stiftskirche der Erzabtei St. Peter im Herzen der Stadt Salzburg liegen Mauern einer Kirche aus dem 5. Jahrhundert. Das haben Wissenschaftler jetzt festgestellt. Mauerreste wurden unter dem Altar entdeckt.
Etwa 450 bis 500 nach Christus.
Verbindung zur Zeit des Heiligen Severin
Die Mauerreste unter dem Altar der Stiftskirche wurden bereits im Vorjahr ausgegraben. Jetzt haben Wissenschaftler der Universität Erlangen sie auf das fünfte Jahrhundert datieren können. In dieser Zeit - etwa 450 bis 500 - wirkte der Heilige Severin im heutigen Österreich. Das Land war damals durch den Einfall der Hunnen verwüstet.

Das entdeckte Mauerwerk dürfte das Fundament des ältesten kirchlichen Baus in St. Peter sein. Die Größe dieser Kirche kann noch nicht eindeutig festgestellt werden. Der vorrupertinische Kirchenbau wurde vermutlich später in die erste große Kirche integriert. Er liegt direkt unter dem Altar der Stiftskirche.
Die freigelegten Grundmauern (Bild: ORF)
Der Abgang beim Altar zur Ausgrabungsstätte (Bild: ORF) Freude über Fund
Erzabt Edmund Wagenhofer freut sich über den aufsehenerregenden Fund: "Damit ist die Existenz eines kirchlichen Baus festzustellen, der ungebrochen von der Zeit Severins über Rupert (650 bis 718) bis zum Kirchenumbau im 12. Jahrhundert reicht."

Die Erzabtei St. Peter wurde im Jahr 696 von Rupert, dem ersten Bischof Salzburgs, gegründet.
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