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MI | 11.04.2012
Sound-of-Music-Szene (Bild: AP)
ZEITGESCHICHTE
Familie Trapp mit neuem Preis geehrt
Samstagabend wurde die Familie Trapp aus dem US-Bundesstaat Vermont in Österreich mit dem neuen Ranshofen-Wertheimer-Preis geehrt. Die Wurzeln der Trapps in Salzburg sind durch den Film "Sound of Music" weltberühmt.
Sound of Music in der Volksoper (Bild: APA)
Szene aus "Sound of Music" in der Wiener Volksoper
Für Verdienste um Österreichs Ansehen
Die Flucht der Salzburger Familie Trapp vor den Nationalsozialisten 1938 bildet den Stoff für das Broadway-Musical und den Hollywood-Film "Sound of Music", die Millionen Menschen weltweit bis heute begeistern und viele zu Reisen nach Salzburg motivieren.

Bei den diesjährigen Zeitgeschichte-Tagen in Braunau am Inn im benachbarten Innviertel war Samstagabend Elisabeth Trapp zu Gast. Die Amerikanerin, Enkelin des Barons von Trapp aus Salzburg-Aigen, hat den Egon-Ranshofen-Wertheimer-Preis 2007 für ihre Familie entgegen genommen - für besondere Verdienste um Österreichs Ansehen in der Welt.

Die Veranstaltung fand im Braunauer Kulturhaus Gugg statt.
Ranshofen-Wertheimer: Gegenspieler Hitlers
Namenspatron des Preises ist der gebürtige Braunauer Egon Ranshofen-Wertheimer. Der Diplomat, Staatswissenschafter und Journalist starb 1957 in New York. Er hat im amerikanischen Exil die US-Regierung beraten und an der Bekämpfung des Hitlerregimes strategisch mitgewirkt. Er beriet US-Präsident Franklin D. Roosevelt unter anderem über jene Regionen, aus denen Hitler stammte und die zum Teil auch Brutstätten des Nationalsozialismus waren.

Der Innsbrucker Politikwissenschafter Andreas Maislinger, gebürtiger Salzburger aus St. Georgen im Flachgau, organisiert die Zeitgeschichte-Tage in Braunau:

"Egon Ranshofen-Wertheimer ist ein Glücksfall für die Stadt. Sie ist in der ganzen Welt bisher hauptsächlich wegen Adolf Hitler bekannt; und Egon Ranshofen-Wertheimer bildet als Berater der US-Regierung während des Zweiten Weltkrieges sowie als Mitbegründer der UNO einen wichtigen Gegenpol. Zu seinem Andenken wurde dieser Preis gestiftet, und die Familie Trapp erhält ihn im ersten Jahr seines Bestehens."
Egon Ranshofen-Wertheimer, Mitbegründer der UNO. Bild: Archiv Gerald Lehner Österreichs vergessener Schutzpatron
50 Jahre nach seinem Tod erinnert man sich bei den Zeitgeschichte-Tagen 2007 in Braunau am Inn an diesen vergessenen Österreicher, der in den USA beim Kampf gegen Hitler großen Einfluss hatte. Der UNO-Mitbegründer Ranshofen-Wertheimer hatte Wurzeln auch in Salzburg.
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