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MI | 11.04.2012
In der Rehab (Bild: ORF)
GESUNDHEIT
Boom bei Rehab-Zentren
Salzburg steht vor einem Boom bei Rehab-Zentren. Sieben neue sind in den nächsten Jahren geplant, finanziert von privaten Investoren. Den finanzschwachen Gemeindespitälern wird das helfen, sind zumindest Politiker überzeugt.
Acht-Millionen-Investition in Hallein
Ein erster Testfall ist Hallein (Tennengau) - dort soll beim Krankenhaus der Stadtgemeinde ein Rehabilitationszentrum für Zuckerkranke und Übergewichtige entstehen. Diese Patienten sollen "lernen, wie man gerüstet ist für den Alltag, wie man mit Problemen medizinischer Art zurechtkommt und wie man auch körperlich wieder in eine bessere Verfassung kommt", sagt Stoffwechsel-Spezialist Franz Krempler.

Der Geldgeber für das Rehab-Zentrum scheint fix, bleibt aber noch geheim, sagt Christian Stöckl, ÖVP-Bürgermeister von Hallein und Aufsichtsratsvorsitzender des Spitals: "Wenn dieses Rehab-Zentrum etwa 50 Betten beinhaltet, dann wird das in etwa acht Millionen Euro kosten."
Küche, Putzdienst, Verwaltung mitgenützt
Das Halleiner Rehab-Zentrum, das an Stelle des abgewohnten Ärztehauses entstehen soll, bringt auch Finanzvorteile für das Spital mit seiner zu großen Küche, ergänzt Stöckl.

"Wir könnten noch locker 50 Personen mitversorgen. Es gibt andere Synergieeffekte in der Verwaltung, beim Reinigungsdienst und noch viele andere Dinge. Dadurch wird der Standort finanziell abgesichert."
In sieben geplanten Rehab-Zentren.
Insgesamt 150 neue Arbeitsplätze
Doch nicht nur in Hallein ist ein neues Rehab-Zentrum geplant: In sieben verschiedenen Rehab-Zentren - etwa auf dem Dürrnberg, bei Oberndorf - sollen insgesamt 150 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Im Spätherbst soll auch die Rehabilitation für psychisch Kranke im Krankenhaus St. Veit im Pongau starten.
"Suchen Synergieeffekt" für kleine Spitäler
Bedenken, dass ein privat finanziertes Rehab-Zentrum zum Beispiel das gut funktionierende Oberndorfer Spital aushöhlen könnte, weist Gesundheitsreferentin Gabi Burgstaller (SPÖ) zurück.

"Es ist eine Zukunftssicherung für Oberndorf, weil das Krankenhaus von seiner Größe her eigentlich immer finanzielle Probleme haben wird, wenn's nicht zusätzlich irgendwas gibt. Und es ist ja auch logisch, wenn man sich überlegt: Ich habe einen Primar und einige Fachärzte und -ärztinnen. Wenn die in einem anderen Bereich auch eingesetzt werden können, dann spart man Kosten. Es hat einen Synergieeffekt und genau den suchen wir für diese Häuser."
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