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MI | 11.04.2012
Orgel im Großen Saal der Stiftung Mozarteum (Bild: ORF)
GROSSER SAAL
Batliner stiftet Mozarteum neue Orgel
Der liechtensteinische Treuhänder und Mäzen Herbert Batliner engagiert sich wieder in Salzburg: Er finanziert für den Großen Saal des Mozarteums um gut eine Million Euro eine neue Orgel. Sie soll im Mai 2010 fertig sein.
1970 mit einigen grundsätzlichen Fehlern gebaut.
Bisherige Orgel nicht mehr konzerttauglich
37 Jahre alt ist die bisherige Orgel im Großen Saal des Mozarteums - doch wurde sie damals offenkundig zu billig gebaut. Sie sei nicht mehr konzerttauglich, betonen Fachleute.

Auch eine Restaurierung kommt nicht in Frage. Denn beim Orgelneubau im Jahr 1970 wurden nach Ansicht von Orgelarchitekt Burkhart Goethe entscheidende Fehler gemacht: "Man hat in einer Art Fortschrittsgläubigkeit beim Orgelbau statt Leder Schaumgummi genommen, statt Holz Aluminium. Und diese Materialien haben sich nicht bewährt. Der andere Grund ist, dass man 1970 eine völlig andere Klangvorstellung hatte, die noch durch die Nachkriegszeit bedingt war - nach einer grellen, hellen, flirrenden Orgel. Man meinte, das wäre Barock vom Klang - das war's aber nicht."
Batliner: "Hier einen Akzent setzen"
Um im Großen Saal des Mozarteums wieder hochrangige Orgelkonzerte zu ermöglichen, finanziert die Stiftung "Propter Homines" aus Vaduz eine neue Konzertorgel der sächsischen Orgelbau-Firma Eule.

Stiftungs-Präsident Herbert Batliner betont: "Es ist eine einmalige Chance, dieses Projekt zu ergreifen und an uns zu nehmen, um hier einen Akzent zu setzen und der Stadt Salzburg und ihrer kulturhistorischen Bedeutung eine Hilfe angedeihen zu lassen."

Ab 2010 soll die neue Orgel ein fixer Bestandteil der Konzertprogramme und Festivals im Mozarteum sein.
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