Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Sound-of-Music-Szene (Bild: AP)
IN SALZBURGER HOTELS
"The Sound of Music" in TV-Endlosschleife
In vielen Salzburger Hotels läuft ein eigener Fernsehkanal, in dem nur das Filmmusical "The Sound of Music" zu sehen ist. Außerhalb des deutschsprachigen Raums ist die Geschichte de Familie Trapp sehr populär.
"Pilgerfahrt" zu Schauplätzen.
300.000 Gäste kommen nur wegen des Films
Für 70 Prozent der Salzburg-Urlauber aus Übersee ist der Film aus dem Jahr 1965 der Hauptgrund für den Besuch in Salzburg - so hat "The Sound of Music" in den USA, aber auch in Japan einen Fixplatz im Weihnachtsprogramm. Rund 300.000 Urlauber pro Jahr kommen allein deswegen, weil sie die Schauplätze des Films sehen wollen.

Deshalb haben einige Salzburger Hotels schon einen eigenen hausinternen Fernsehkanal eingerichtet, in dem das Musical in einer Endlosschleife läuft: "Wir von der Hoteliervereinigung propagieren das sehr stark", sagt Walter Veit, Salzburger Chef der Hoteliervereinigung. Allerdings seien noch nicht alle Herbergen aufgesprungen.
In Österreich lange wenig beachtet
Im deutschsprachigen Raum ist "The Sound of Music", das hier den Verleihtitel "Meine Lieder - Meine Träume" hat, nie richtig populär geworden - vermutlich wegen der Darstellung der NS-Zeit. In der ursprünglichen deutschen Kinoversion war sogar der Schluss des Films - die Familie flieht vor den Nazis aus Salzburg - herausgeschnitten worden.

Deshalb sei die filmische Umsetzung der Lebensgeschichte der singenden Familie Trapp auch als Tourismus-Werbemittel lange vernachlässigt worden, ergänzt Veit. Er empfiehlt Hotels, einen Link zu dem Filmmusical auf ihre Website zu stellen: "Dann wissen die Touristen genau, wo sie sind."
"Sound of Music"-Dinnershow (Bild: ORF)
"Sound of Music"-Vermarktung.
Eigener Wirtschaftszweig in Salzburg
"Sound of Music" ist aber auch ohne Hotel-Fernsehkanal ein eigener Wirtschaftszweig in Salzburg: So gibt es "Dinner Shows" für Touristen, bei denen die größten Hits gesungen werden. Zusätzlich bieten zahlreiche Unternehmen "Sound of Music"-Touren zu den Drehorten an.

Zusätzlich will ein Verein ein eigenes Museum in Salzburg errichten. Trotz Unterstützung durch Landestourismusreferent Wilfried Haslauer (ÖVP) zieht sich das Projekt allerdings: Im September könne er Konkreteres präsentieren, sagt Vereinsvorsitzender Sebastian Schuster.
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