Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Kletterer (Bild: ORF)
POSTALM
Klettersteig nach Unfall wieder gesperrt
Der vor einem Jahr errichtete Postalm-Klettersteig bei Strobl (Flachgau) musste nach dem Absturz eines Kletterers neuerlich gesperrt werden. Vor allem an kritischen Stellen müssten die Warnschilder verbessert werden, betont der Bergführerverband.
Kritik einige Tage vor Unfall.
"Warntafeln missverständlich"
Noch am Sonntag, also wenige Tage vor dem neuerlichen Unfall und der Sperre des Klettersteiges hatte Günther Karnutsch, Obmann des Salzburger Bergführerverbandes vor Sicherheitsmängeln gewarnt und die Polizei informiert.

Karnutsch kontrolliert den Klettersteig regelmäßig: "Es waren einige Mängel festzustellen. Was ich persönlich bekrittelt habe, ist, dass verschiedene Warntafeln missverständlich ausgelegt werden konnten. Das könnte unter Umständen auch zu Unfällen führen. Diese Benützungsanleitungen waren nicht ganz eindeutig."
Kletterer hängte sich ab
Die Warntafeln sollen vor kritischen Stellen daran erinnern, immer die Klettergurt-Karabiner in das Sicherungseil einzuhängen und niemals frei zu klettern.

Nach bisher vorliegenden Informationen hat sich beim jüngsten Unfall der 44-jährige Kletterer bei der "Dschungelbrücke" abgehängt, um frei abzusteigen - dabei stürzte der Mann neun Meter tief ins Bachbett und zog sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu.
Seilbrücke am Postalm-Klettersteig (Bild: ORF)
"Müssen sich entsprechend präparieren".
Appell an Eigenverantwortung der Kletterer
Kletterfans seien begeistert von dem Postalm-Steig, weiß Karnutsch. Allerdings habe der auch einige schwierige Stellen, die bei Klettersportlern wohlbekannt sind.

"Jetzt ist an die Eigenverantwortung der Leute, die den Klettersteig begehen, zu appellieren", sagt der Obmann des Bergführerverbandes, "Die müssen sich im Vorfeld entsprechen präparieren, um dem gewachsen zu sein."
Betreiber: Letzte Reparatur am 25. Mai
An die Eigenverantwortung der Kletterer appelliert auch der Betreiber. Der Klettersteig sei zuletzt vor zehn Tagen repariert und für sicher befunden worden, betont Peter Raudaschl von der Postalm Aufschließungsgesellschaft.

"Im April wurde alles ordentlich hergerichtet - das hat auch erhebliche Kosten verursacht", betont Raudaschl, "Die wurden von unserer Gesellschaft beglichen. In der Folge habe ich noch zwei Mitteilungen von Kletterern gehört, dass irgendwelche Haken locker sein sollen." Diese seien am 25. Mai repariert worden: "Aus Sicht der Gesellschaft haben wir alles getan, dass alles in Ordnung ist."

Trotzdem werden die Behörden hier nun die Sicherheitsvorkehrungen überprüfen. Solange bleibt der Klettersteig gesperrt.
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