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MI | 11.04.2012
Rasenmäher. (Bild: ORF)
UNFALLCHIRURG WARNT
Gefährlicher "Extremsport" Rasenmähen
Pro Woche sind derzeit mindestens zwei schwere Verletzungen nach Unfällen beim Rasenmähen zu behandeln, berichtet Unfallchirurg Josef Obrist. Amputationen sind in diesen Fällen häufig die einzige Möglichkeit zu helfen, sagt Obrist.
Wöchentlich Weichteilschäden und Knochenzersplitterungen zu behandeln.
Sorglosigkeit häufigste Unfallursache
Rasenmähen habe sich inzwischen fast zu einem "Extremsport" entwickelt, so Obrist.

Sorglosigkeit im Umgang mit Gartengeräten wie Rasenmähern, Motorsägen oder Heckenscheren und deren falsche Handhabung führen häufig zu zerschmetterten Fingern oder Zehen.
Amputationen oft unvermeidlich
"Aufgrund der Schnelligkeit des Messers kommt es hier nicht zu glatten Abtrennungen sondern zu Weichteilschäden und Zersplitterungen der Knochen", sagt Obrist.

Amputationen seien dabei oft die einzige Möglichkeit, solche Verletzungen zu behandeln.
Gefährliche eigenmächtige Reparaturversuche.
Metallsplitter wirken wie Geschoße
"Die Leute wechseln den Grasfangkorb ohne den Motor abzustellen", wundert sich Obrist über den Leichtsinn vieler Gartenfreunde.

Rasenmäher-Fachleute warnen auch davor, an Steinen verbogene Schnittmesser selbst gerade zu klopfen. Dabei entstehen kleine Brüche im Stahl und bei laufendem Motor könnten Splitter wie Geschoße die Gehäusewand durchschlagen.
Schutzkleidung und Original-Ersatzteile
Unfallchirurg Obrist empfiehlt unbedingt Original-Ersatzteile und passende Schutzkleidung zu verwenden.

Außerdem soll man unbedingt den Motor abstellen, wenn etwas gerichtet werden muss.
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