Salzburg ORF.at
MI | 11.04.2012
Türschild der Salzburger Schulbehörde (Bild: ORF)
INEFFIZIENT, MANGELHAFT
Rechnungshof kritisiert Schulaufsicht
Harte Kritik an der Schulaufsicht unter anderem in Salzburg kommt vom Bundesrechnungshof: Die Doppelgleisigkeit in der Schulverwaltung sei ineffizient. Zudem seien die Schulinspektionen selbst oft mangelhaft.
Schulbehörde und Landesschulrat
Die Rechnungshofprüfer kritisieren vor Salzburg, aber auch in Kärnten, Tirol und Vorarlberg. Dort werde eine effiziente Schulaufsicht durch eine bürokratische Doppelgleisigkeit erschwert.

In Salzburg und den drei anderen Bundesländern unterstehen die Pflichtschullehrer der Schulbehörde des Landes, während der Landesschulrat mit den Schulinspektoren als Schulaufsicht eine Bundesbehörde ist.
Anzeigen gegen Direktoren im Flachgau
Der Konflikt zwischen Bezirksschulbehörde und dem Bezirksschulinspektor hat ja im Flachgau zu einer Anzeigenflut gegen Direktorinnen und Direktoren geführt.
Unkoordiniertes Vorgehen, keine Standards
Aber auch sonst klingt die Kritik des Bundesrechnungshofes, die für alle Bundesländer gilt, als wäre sie für Salzburg gemacht: Die Schulaufsicht bestehe aus unkoordinierten Einzelinitiativen, es fehlten Standards zur Kontrolle und Qualitätssicherung sowie regionale Bildungspläne.

Die Schuld gibt der Rechnungshof den Landesschulräten - wegen fehlender Steuerung -, aber vor allem dem ehemaligen Bildungsministerium: Mangelnde strategische Zielvorgaben, mangelnde Zusammenarbeit zwischen den Sektionen sowie ein unkonkretes Aufgabenprofil der Schulaufsicht sind die Kritikpunkte.
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